Volleyball

Aufsteiger Dresden fordert die Volleys in erster Play-off-Runde

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Dass die BR Volleys als Tabellenerster ins Play-off um die deutsche Volleyball-Meisterschaft gehen würden, das wussten sie seit Wochen, so souverän beherrschte der Titelverteidiger die Konkurrenz in der Punkterunde.

Auch der Termin für das erste Spiel, der 17. März, 16 Uhr, stand schon eine Weile fest, ebenso der Ort Schmeling-Halle. Seit gestern endlich wissen Trainer Mark Lebedew und seine Mannschaft nun auch, wer als erster Gegner versuchen wird, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Die BR Volleys bekommen es mit dem VC Dresden zu tun, der sich im Pre-Play-off gegen den CV Mitteldeutschland durchsetzte. Das ist durchaus eine Überraschung.

„Vor Mittwoch habe ich das nicht erwartet“, kommentierte Lebedew, also nicht vor dem dritten und entscheidenden Spiel im Pre-Play-off. „Aber Dresden ist bestimmt in guter Form.“ Die Sachsen haben es in nur zwei Spielen geschafft, die Mitteldeutschen in die Abstiegsrunde zu schicken. Zunächst hatte der Bundesliga-Aufsteiger überraschend 15:25, 25:23, 25:22, 25:17 in der Jahrhunderthalle Spergau gewonnen; gestern ließ er vor knapp 1500 begeisterten Fans in eigener Halle ein 23:25, 25:22, 25:23, 25:18 folgen. In Collin Philipp hat der VC Dresden einen deutschen Nationalspieler in seinen Reihen. Kapitän Eric Grosche ist der gefährlichste Angreifer der Mannschaft, erzielte im Laufe der Saison 226 Punkte.

Doch natürlich sind die BR Volleys gegen diesen Kontrahenten nach dem Modus „Best of three“ hoher Favorit. Sie nutzten die Zeit zu einem Trainingslager in Italien, wo sie in drei Testspielen gegen starke Erstligisten zweimal verloren (1:3 gegen Trentino, 2:3 gegen Verona) und einmal gewannen (3:2 gegen Modena). „Wir konnten mit dieser Trainingswoche sehr zufrieden sein“, sagte Lebedew, „wir konnten unsere Leistung von Spiel zu Spiel steigern. Außerdem war wichtig, dass uns diese Gegner unsere Grenzen gezeigt haben.“ Das sollte Dresden kaum gelingen; die Sachsen verloren in der Punkterunde zweimal 0:3 gegen Berlin.

Köpenick muss erst reisen

Auch die Frauen des Köpenicker SC wissen seit diesem Wochenende, wie es im Pre-Play-off für sie weitergeht. Ihr Kontrahent ist der SC Potsdam, der sich mit einem 3:1 gegen Arubis Hamburg an ihnen vorbei auf Tabellenplatz acht vorschob. Deshalb empfangen die Potsdamerinnen zunächst am kommenden Wochenende das Team aus Berlin. Die zweite Partie nach dem Modus „Best of three“ findet am Wochenende darauf beim KSC statt, ein mögliches drittes wieder eine Woche darauf in Potsdam.

( diw )