Laureus-Awards

Zwei Berliner greifen nach dem Sport-Oscar

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Die Ruderer Andreas Kuffner und Martin Sauer haben bei der Verleihung der Laureus-Awards Chancen auf die Auszeichnung

Boris Becker und Ehefrau Lilly stiegen im lässigen Sommer-Outfit aus dem Flieger, wenige Meter dahinter folgte der bestens gelaunte Mika Häkkinen samt Anhang. Am Airport Galeao in Rio de Janeiro gaben sich die Stars an diesem Wochenende sozusagen die Klinke in die Hand. Zur Verleihung der 14. Laureus World Sports Awards, gerne auch „Sport-Oscars“ genannt, versammelt sich die Sport-Prominenz im sonnigen Brasilien – und Sebastian Vettel hofft am Montag auf einen Sieg in der Königs-Kategorie.

„Die Nominierung ist eine riesengroße Ehre. Es wäre etwas ganz Besonderes für mich, die höchste Auszeichnung im Sport zu gewinnen“, sagte der dreimalige Formel-1-Weltmeister. Die Konkurrenz bei der Wahl des „World Sportsman of the Year“ ist hochkarätig. Auch Jamaikas Supersprinter Usain Bolt, der britische Doppel-Olympiasieger Mo Farah, Weltfußballer Lionel Messi, Tour-Sieger Bradley Wiggins und Rekord-Olympionike Michael Phelps wollen sich den Titel in der Olympiastadt von 2016 sichern.

Für Franz Beckenbauer liegt Vettel weit vorn. „Spannender kann es nicht sein. Dreimal nacheinander Weltmeister zu werden, haben nur ganz wenige geschafft. Sebastian Vettel ist mein persönlicher Favorit“, sagte Beckenbauer über den 25-Jährigen, der bei der Preisverleihung vor 900 Gästen im Theatro Municipal selbst nicht anwesend sein kann. Verständlich, schließlich beginnt am Wochenende in Melbourne die Formel-1-Saison 2013.

Neben Vettel dürfen sich auch der bei Olympia siegreiche Ruder-Achter mit den beiden Berlinern Andreas Kuffner und Martin Sauer sowie Windsurf-Weltmeister Philipp Köster Hoffnungen auf einen Award machen, zudem tritt Golfstar Martin Kaymer mit dem europäischen Ryder-Cup-Team gegen Vettels Red-Bull-Rennstall in der Mannschaftswertung an. Der Deutschland-Achter ist für das „Comeback des Jahres“ nominiert, Köster im Bereich Action. In dem ist allerdings der Österreicher Felix Baumgartner der große Favorit. Er hatte 2012 mit seinem Sprung aus dem All für Schlagzeilen gesorgt.

In der Weltmetropole stehen unter anderem 15 Sieger der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 auf der Gästeliste, außerdem viele Weltstars wie Beckenbauer und Becker, die zur Laureus World Sports Academy gehören. Aus deutscher Sicht sind sowohl Köster als auch Andreas Kuffner und Filip Adamski als Vertreter des Deutschland-Achters vor Ort.

„Ich freue mich sehr, dass so viele Mitglieder der Laureus-Familie nach Rio de Janeiro kommen, um die weltbesten Sportler und Sportlerinnen zu empfangen. Brasilien ist eines der spannendsten Länder auf dieser Welt und wird in den nächsten Jahren als Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 sowie der Olympischen Spiele und der Paralympics 2016 die Sportstadt schlechthin sein“, sagte Edwin Moses, zweifacher 400-m-Hürden-Olympiasieger und Vorsitzender der Academy, die über die Sieger abstimmt. Bei den Awards geht es vor allem um den guten Zweck. Die Einnahmen kommen der eigenen Stiftung zugute, die weltweit mehr als 140 soziale Sportprojekte unterstützt.

( sid )