Handball

Heuberger hofft gegen Tschechien wieder auf Fuchs Christophersen

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Das Vorspielen für die Zukunft ist erst mal beendet. Nach zwei überzeugenden Siegen gegen die Schweiz kehrt für die wegweisenden Qualifikationsspiele zur EM 2014 wieder Routine in die Handball-Nationalmannschaft zurück.

Der mit sechs ehemaligen Junioren-Weltmeistern verjüngte WM-Fünfte gewann in Koblenz 30:25 (15:11) und feierte damit den zweiten Erfolg gegen die Eidgenossen binnen 24 Stunden. Doch schon nach dem 36:22 (19:7) am Sonnabend in Wetzlar hatte Bundestrainer Martin Heuberger klargestellt, dass in den Ausscheidungsspielen gegen Tschechien in vier Wochen nicht seine Perspektiv-Auswahl zum Zuge kommt: „Wir haben Alternativen getestet. Aber gegen die Tschechen können wir keine Experimente starten.“

Der Bundestrainer weiß: Ein Scheitern kann sich der deutsche Handball nicht leisten. Die blamable Heimniederlage in der Qualifikation gegen Montenegro hat die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) unter Siegzwang gesetzt. Aus den Spielen gegen Tschechien am 4. April in Brünn und am 7. April in Halle/Westfalen braucht sein Team drei Punkte, um aus eigener Kraft Erster oder Zweiter der Gruppe 2 zu werden und sich so für die EM in Dänemark zu qualifizieren. „Wir werden eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen“, sagte der Bundestrainer. Als sicher gilt, dass die wegen Europapokalspielen verhinderten Oliver Roggisch, Michael Haaß, Patrick Groetzki und womöglich auch Stefan Kneer zurückkehren. Auch Sven-Sören Christophersen von den Füchsen Berlin ist gesetzt, wenn er seine Knieprobleme überwunden hat. Ob Heuberger Holger Glandorf und Lars Kaufmann zurückholt, ist offen.

Auf längere Sicht wird der Bundestrainer die Junioren-Weltmeister von 2009 und 2011 aber als Stammkräfte in der Nationalmannschaft etablieren und so den Umbruch vollenden wollen. Akteure wie die Länderspiel-Debütanten Christian Dissinger und Fabian Gutbrod oder die bereits bei der WM eingesetzten Patrick Wiencek und Kevin Schmidt haben die Zuschauer begeistert und den Bundestrainer in seinem Weg bestärkt. „Man spürt, die Jüngeren drängen nach“, fasste Heuberger seine Eindrücke zusammen und schloss in sein Lob auch die Füchse Johannes Sellin und Evgeni Pevnov ein.

( dpa )