Zweite Liga

Hertha gegen den MSV: Jagd auf die 60-Punkte-Marke

Duisburg selbstbewusst nach Sieg gegen Braunschweig

Die Konkurrenten von hinten sind ehrgeizig. Der 1. FC Köln zog mit dem 3:0 gegen Paderborn nach Punkten gleich mit dem Dritten, dem 1. FC Kaiserslautern. Energie Cottbus schob sich durch den Derby-Sieg gegen Union (2:1) auf Rang fünf vor. Doch Hertha BSC will heute alles dafür tun, dass an der Spitze der Zweiten Liga keine Spannung aufkommt. Dafür benötigt der Tabellenführer drei Punkte gegen den MSV Duisburg (Olympiastadion, 13.30 Uhr).

Gespannt darf man sein, wie der Hauptstadt-Klub den unerwarteten Rückschlag von Dresden (0:1) wegsteckt. Dort war die stolze Serie von 21 Spielen ohne Niederlage zu Ende gegangen. Kapitän Peter Niemeyer nimmt die Mannschaft für die Partie gegen die abstiegsgefährdeten Gäste in die Pflicht: „Das ist eine Willensfrage. Wir müssen den Kampf annehmen.“

Allagui ersetzt Ndjeng

Hertha erwartet gut 30.000 Zuschauer gegen Duisburg. Die Gäste kämpfen zwar um den Klassenerhalt, aber am liebsten spielen sie gegen die Topteams der Liga. Am vergangenen Montag gewann der MSV gegen den Liga-Zweiten Braunschweig 1:0. Im Heimspiel zuvor gab es ein 0:3 gegen den Dritten, gegen Kaiserslautern. „Duisburg wird nach dem Erfolgserlebnis mit breiter Brust kommen“, sagte Hertha-Trainer Jos Luhukay. „Sie spielen mit Leidenschaft und Aggressivität.“ Das hat Hertha in der Hinserie an der Wedau zu spüren bekommen. Anfang Oktober 2012 gab es dank des späten Ausgleichstores von Sandro Wagner ein schmeichelhaftes 2:2 für den Favoriten. „Duisburg ist unberechenbar im Spiel nach vorn“, warnt Luhukay vor der Torgefährlichkeit von Exslager, Jovanovic und Brandy. MSV-Trainer Kosta Runjaic sagte: „Wir fahren nicht nach Berlin, um dabei zu sein. Wir sind eine hungrige Zebra-Herde und wollen mindestens einen Punkt.“

Auf dem Papier liegen die Vorteile klar auf Seiten von Hertha. Als einziges Team der Liga haben die Berliner kein Heimspiel verloren. Hertha ist auf jeder Position besser besetzt als die Gäste. Nach wie vor spielt die Mannschaft von Trainer Luhukay mit 52 Punkten nach 24 Runden eine exzellente Zweitliga-Saison. „Unser Ziel ist es, möglichst schnell die 60-Punkte-Marke zu knacken“, gibt Peter Niemeyer die nächste Etappe auf dem Weg zum ersehnen Bundesliga-Aufstieg aus.

Für zwei Herthaner, Wagner und Änis Ben-Hatira, war der MSV Duisburg eine wichtige Station ihrer Profikarriere. Heute indessen wird das Duo zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Die Position des verletzten Marcel Ndjeng (Muskelfaserriss im Oberschenkel) im rechten Mittelfeld wird Sami Allagui übernehmen.