Fußball

Wolfsburg gelingt Befreiungsschlag

Der VfL schlägt Überraschungsteam Freiburg mit 5:2. Olic trifft doppelt

– Am 25. Bundesliga-Spieltag überraschte der VfL Wolfsburg den SC Freiburg. Die abstiegsbedrohten Gäste aus Niedersachsen gewannen beim bisherigen Überraschungsteam der Saison mit 5:2 (3:1). Nach ihrem ersten Bundesliga-Sieg in Freiburg überhaupt haben die Wolfsburger nun neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Die Europacup-Träume der Freiburger dagegen, die bei einem Sieg vorübergehend auf einen Champions-League-Platz gerutscht wären, bekamen einen kräftigen Dämpfer.

Dabei hatte die Partie vor 22.900 Zuschauern bestens begonnen für das Team von Trainer Christian Streich. Schon in der zweiten Minute setzte sich Max Kruse an der Strafraumgrenze durch und schoss sehenswert zur Freiburger Führung ein. Diego Benaglio im Wolfsburger Tor hatte keine Abwehrchance. „Vielleicht haben wir das frühe Gegentor gebraucht,“ sagte VfL-Trainer Dieter Hecking, „denn danach haben wir sehr gut gespielt.“

Nur fünf Minuten später brachte Freiburgs Cédric Makiadi die Wolfsburger durch eine Eigentor zurück ins Spiel.

Nach dem Ausgleich blieben die Freiburger zunächst noch die spielbestimmende Mannschaft. Trotzdem gingen die Gäste in Führung. Nach einem Freistoß von Diego köpfte Freiburgs Matthias Ginter den Ball genau vor die Füße von Vierinha. Der Brasilianer hämmerte die Kugel mit einem sehenswerten Volleyschuss in den Winkel vorbei an Freiburger Schlussmann Oliver Baumann.

Traumtor zur Vorentscheidung

Nach der Führung gewann Wolfsburg mehr Sicherheit, Freiburg lief etwas kopflos an. In der 22. Minuten schlug der VfL erneut zu. Olic erhöhte nach einer Flanke von Rodriguez mit einem spektakulären Fallrückzieher auf 3:1. In der Pause stellte Streich, der den etatmäßigen Innenverteidiger Ginter zunächst im Sturmzentrum gebracht hatte, um und schickte Johannes Flum für Pavel Krmas auf den Platz. Ginter rückte zurück in die Abwehr. Die Umstellungen sorgten zunächst aber für weitere Verwirrung. Wieder war es der entfesselt aufspielende Olic, der nach einer Flanke von Abwehrspieler Fágner unbedrängt zum 4:1 einköpfen (49.).

Danach überließ Wolfsburg den Freiburgern die Initiative. Die Breisgauer gab nicht auf und wurden belohnt: Der eingewechselte Flum nutzte die Freiräume und verkürzte nach Vorlage von Makiadi auf 2:4 (65.). Noch hatten die Freiburger 25 Minuten Zeit und drängten auf den Anschlusstreffer. Aber Wolfsburgs Defensive ließ kam noch etwas zu. In der Nachspielzeit sorgte dann Spielmacher Diego für die Entscheidung (90.+2.). Bei den Gästen ragten Rodriguez und Olic heraus. Beste Freiburger waren Kruse und Makiadi.

Hecking „war zufrieden. Das Ergebnis ist unter dem Strich vielleicht ein oder zwei Tore zu hoch, aber auf jeden Fall ist es ein verdienter Auswärtssieg.“ Sein Freiburger Kollege Streich erklärte anerkennend: „Wir haben heute gar nicht so viele Fehler gemacht, und trotzdem war uns Wolfsburg in allen Belangen überlegen und klar stärker als wir. Das 4:1 war für uns der Genickschlag.“