Kriminalität

Hollands Radstar Michael Boogerd gesteht Epo-Doping

Der Nächste, bitte: Nun kriecht auch die niederländische Radsport-Ikone Michael Boogerd zu Kreuze.

Als achter Fahrer des früheren niederländischen Radrennteams Rabobank hat Boogerd die Einnahme von Dopingmitteln gestanden. Nach den Offenbarungen seiner einstigen Teamkollegen und auf Druck der Öffentlichkeit entschloss sich der 40-Jährige, in Exklusiv-Interviews mit der Tageszeitung De Telegraaf und dem TV-Sender NOS umfangreich auszupacken.

Der dreimalige niederländische Meister und Tour-de-France-Etappensieger räumte ein, von 1997 bis zu seinem Karriereende nach der WM 2007 auf unerlaubte Substanzen zurückgegriffen zu haben. Boogerd, einer der populärsten Radsportler im Nachbarland, gab zu, in dieser Zeit Epo und Kortison benutzt und Bluttransfusionen durchgeführt zu haben. Er wurde in seiner Karriere aber bei keiner Dopingkontrolle positiv getestet.

„Es gibt nur wenige Sportler, die von sich aus Dopinggebrauch zugeben. Ich hatte nicht den Mut zu gestehen“, sagte Boogerd: „Ich habe gehofft, dass es zum kollektiven Geständnis einer ganzen Generation kommt. Die Geschichten wurden schlimmer und schlimmer. Ich hatte den Eindruck, dass nur ich gejagt wurde. Als ob jeder meinen Skalp wollte. Die letzten Monate waren nicht die angenehmsten in meinem Leben.“