Engagement

Harting sammelt 12.000 Euro für behinderte Sportler

Sie standen auf der Bühne in der Spielbank Berlin am Potsdamer Platz und strahlten am Dienstagabend um die Wette: Da war Diskus-Olympiasieger Robert Harting, der voller Stolz den Scheck übergab.

Und neben ihm die Paralympics-Siegerin im Schwimmen, die blinde Daniela Schulte, die voller Freude diesen Scheck in Höhe von 12.000 Euro entgegennahm. Das Geld ist gedacht für das Berliner Schwimmteam um Schulte. Allein 7118,91 Euro waren zusammen gekommen, indem Harting seine komplette Olympiaausrüstung über das Auktionshaus Ebay versteigerte. Großzügig wurde dieser Betrag von Sponsoren noch aufgestockt. „Das ist eine Summe, mit der wir nicht gerechnet haben“, sagte Schulte überglücklich.

Robert Harting hat damit sein Versprechen eingelöst, das er Anfang Dezember 2012 bei der Wahl der „Berliner Sportler des Jahres“ im Hotel Estrel abgegeben hatte. Die beiden waren als Berlins Topsportler geehrt worden – und Harting hatte dabei erfahren, wie schwierig es für Schulte und ihr Team ist, entsprechende Unterstützung zu erhalten. „Wenn ich das höre, schäme ich mich fast, dass ich das Sportfördersystem kritisiert habe“, sagte Harting damals, der nach den Spielen nicht müde geworden war, die seiner Meinung nach unzureichende Sportförderung der Spitzenathleten anzuprangern. Dann kam ihm die Idee mit der Versteigerung.

Aber Robert Harting trat auch noch in einem anderen Zusammenhang in Erscheinung. Er ist der Topathlet im „Team für Berlin Leichtathletik“, das bei der Veranstaltung vorgestellt wurde. Insgesamt werden in diesem Jahr zehn Athletinnen und Athleten durch Sponsoren, den Berliner Leichtathletik-Verband, den Olympiastützpunkt und den Landessportbund besonders unterstützt.

Neben Robert Harting gehören bei den Männern dem Team sein Bruder Christoph (ebenfalls Diskus), der deutsche 100-Meter-Meister und EM-Zweite mit der Sprintstaffel, Lucas Jakubczyk, Carsten Schlangen (800 m), Marco Kaiser (400 m), Maximilian Kessler (100 m), Dennis Krüger (800 m) und Tim Stegemann (3000 m Hindernis) an. Hinzu kommen bei den Frauen Melanie Bauschke (Weitsprung) und Julia Fischer (Diskus).