Moderner Fünfkampf

Berlins Olympiaheldin Schöneborn muss um ihren Sport bangen

Moderner Fünfkampf ist hochmodern, und dennoch nicht mehr angesagt.

Am Dienstag kämpft die vielseitigste aller olympischen Sportarten vor der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ums Überleben im Programm der Sommerspiele. Für Rio de Janeiro 2016 ist dieses gesichert, aber für 2020 könnte der Klassiker trotz neuen Wettkampfformats zu Gunsten einer anderen Sportart wie Klettern, Squash oder Wakeboard gekippt werden. Gerade jetzt, da alle fünf Disziplinen (Pistolenschießen, Degenfechten, Schwimmen, Springreiten und Dauerlauf) binnen fünf Stunden telegen im selben Stadion stattfinden.

Lena Schöneborn (26), Olympiasiegerin von 2008, gibt sich optimistisch. „Selbst wenn sich die Exekutive dagegen aussprechen sollte, gäbe es immer noch die Chance, dass sich die Vollversammlung im September in Buenos Aires anders entscheidet“, sagt die Berlinerin. Überlebt der Moderne Fünfkampf, könnte sie noch 2020 bei den Sommerspielen in Tokio, Madrid oder Istanbul (Entscheidung am 7. September) dabei sein: „Das ist nicht ausgeschlossen, ich wäre dann Mitte 30.“

Das IOC hat zwar für die Winterspiele 2014 in Sotschi zwölf neue Wettbewerbe aufgenommen (nun 98), will aber das Programm der Sommerspiele nicht weiter ausufern lassen. Es soll 2020 bei 28 Sportarten bleiben. Mindestens eine wird rausfallen. Als gefährdet gelten auch Taekwondo, Ringen und Badminton.