Doping-Verdacht

Isabell Werth sucht verbotene Arznei in ihrer Pferdetränke

Durch die positive Probe bei einem Pferd von Isabell Werth (43) nimmt das Ansehen des deutschen Reitsports großen Schaden, wohl auch deshalb wurde der Vorfall aus dem Juni erst am Freitag publik.

„So ein Vorfall ist immer schlecht fürs Image, doch wir hoffen auf eine rasche Lösung des Falls“, sagte Sportchef Dennis Peiler vom Reiterverband (FN).

Werth ist mit fünf olympischen Goldmedaillen die erfolgreichste und bekannteste deutsche Dressur-Reiterin. Als am Freitag die Meldung von der verbotenen Medikation bei Top-Pferd El Santo die Runde machte, zeigte sich die Reitszene geschockt. „Man muss jetzt erst einmal abwarten, was die Ermittlungen ergeben. Es ist ein schwebendes Verfahren. Deshalb kann man nicht mehr dazu sagen“, meinte Reiter-Präsident Breido Graf zu Rantzau.

Werth beteuerte, dass sie dem zwölf Jahre alten Wallach das in der A- und B-Probe nachgewiesene Magen-Medikament Cimetidin nie gegeben habe. Durch einen Defekt der Tränkeanlage soll die Substanz in den Körper des Pferdes glangt sein. El Santos Stallnachbar Warum nicht war mit dem Medikament behandelt worden. Werth hat umfangreiche Untersuchungen veranlasst, um das zu beweisen. Am Ende wird eine dreiköpfige Disziplinarkommission entscheiden. Werth droht ein Jahr Sperre , weil sie 2009 schon mal verurteilt wurde, als bei Whisper ein Psychopharmakon nachgewiesen wurde.