Stadtrivalen

Hertha verurteilt Schmiererei auf dem Mannschaftsbus von Union

Blau gegen Rot, das Berliner Derby hat eine klare Farbenlehre.

Einige Unverbesserliche brachten diese Farbe auf unerwünschte Weise ins Spiel. In der Nacht vor dem Stadtduell beschmierten sie den Mannschaftsbus des 1. FC Union mit Graffiti im Design des Rivalen. Der Bus war wie immer auf dem Betriebsgelände in Rudow abgestellt.

Noch vor der Abfahrt der Profis wurde alles aber wieder entfernt. „Der Bus ist wieder blitzblank und wunderschön“, sagte Unions Pressesprecher Christian Arbeit am Mittag. Am liebsten hätte der Mann, dessen Haus beim vorherigen Derby in ähnlicher Weise verunstaltet worden war, den Vorfall verschwiegen, um die Atmosphäre unter den Fans nicht unnötig anzuheizen. Im Zeitalter der digitalen Medien ein sinnloser Versuch – schon bald landeten Fotos vom bemalten Bus im Internet.

Aber auch der Gastgeber fand diese Aktion alles andere als lustig. „Hertha BSC verurteilt das Beschmieren des Union-Busses scharf. Sollten die Täter aus dem Hertha-Umfeld stammen und ermittelt werden können, haben sie mit Konsequenzen zu rechnen“, schrieb der Klub auf seiner Facebook-Seite. Beide Vereine hatten sich im Vorfeld des brisanten Spiels stets um Deeskalation bemüht.

Am Nachmittag wollten sich beide Fangruppen in der City West treffen. Die Polizei zeigte mit 1000 Beamten große Präsenz, setzte dabei auf konsequente Lager-Trennung. Rund um Breitscheidplatz und Bahnhof Zoo kam daher teilweise der Verkehr zum Erliegen. An der eingerüsteten Gedächtniskirche flatterte eine Fahne mit der Aufschrift: „Berlin ist rot-weiß“.