Fußball

Terodde trifft dreimal beim Test in klirrender Kälte

Union gewinnt Test gegen Schweizer Erstligist Lausanne 4:2

Es geht voran beim 1. FC Union. Das wird nicht nur beim Blick auf die neue Haupttribüne deutlich. Bereits knapp die Hälfte der gut 3600 neuen roten Klappsitze sind montiert. Der Eröffnung des Sitzplatzbereiches zum Punktspielstart gegen den SV Sandhausen am 1. Februar scheint nichts im Wege zu stehen. Und auch die Mannschaft des Berliner Fußball-Zweitligisten zeigte im einzigen Heimspiel im Rahmen der Wintervorbereitung gegen den FC Lausanne-Sport, dass sie auf einem guten Weg ist, in neun Tagen die ersten drei Punkte des Jahres einzufahren. 4:2 (2:1) hieß es gegen den Erstligisten aus der Schweiz – es war der vierte Sieg im fünften Testspiel.

„Unter dem Strich bin ich zufrieden“, sagte Trainer Uwe Neuhaus nach der Partie, die 981 Zuschauer bei klirrender Kälte in der Alten Försterei miterlebten. Vor allem in den ersten 30 Minuten „haben wir richtig guten Fußball gespielt mit starken Kombinationen und gutem Zweikampfverhalten. Das war erste Liga. Die restlichen 15 Minuten bis zur Pause waren nur Dritte Liga.“ Das Tempo, das die Köpenicker angeschlagen hatten, konnte nicht mehr aufrechterhalten werden, phasenweise auch nicht in der zweiten Halbzeit.

Im vorletzten Test der Winterpause – am Sonnabend geht es noch gegen Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig – rückte „die Mannschaft in den Vordergrund, die dann auch gegen Sandhausen auflaufen wird“, sagte Trainer Uwe Neuhaus. Komplette Wechsel zur Pause wie in den Partien zuvor gab es demnach nicht. Zwar könne es immer noch Änderungen geben, die Startelf gegen Lausanne komme der Stammformation für den Ligaalltag allerdings „sehr nahe“, ließ Neuhaus wissen.

So agierten Christian Stuff und Fabian Schönheim in der Innenverteidigung, Patrick Kohlmann (links) und Björn Kopplin (rechts) besetzen die Außenpositionen in der Viererkette. Kopplin bot bei seinem ersten Auftritt vor heimischer Kulisse nach monatelanger Verletzungspause eine solide Leistung. Der 24-Jährige wurde gegen die Schweizer, die erst am Vormittag angereist waren und erst in vier Wochen ihre Meisterschaft fortsetzen, allerdings auch wenig gefordert.

Neuhaus testet Jopek auf rechts

Im Mittelfeld agierte Björn Jopek überraschend auf der rechten Seite. Sowohl Christopher Quiring als auch Patrick Zoundi wurden erst Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt. „Ich wollte diese Variante ausprobieren“, erklärte Neuhaus. Jopek jedenfalls sprühte trotz der Minusgrade phasenweise vor Spielfreude. Darüber hinaus dürfte Simon Terodde sowohl Trainer als auch Fans ein wenig erwärmt haben. Der Stürmer war an allen vier Union-Toren beteiligt. Vor dem 1:0 per Foulelfmeter durch Kapitän Torsten Mattuschka wurde er im Strafraum von den Beinen geholt (9.). Die übrigen Union-Treffer erzielte er per Einzelleistung aus spitzem Winkel (22.) sowie nach steilen Anspielen durch Mattuschka (49.) und Adam Nemec (64.) selbst.

Der 2:1-Anschlusstreffer für Lausanne fiel durch Nicolas Marazzi, der einen Freistoß über die Union-Mauer zirkelte (39.). Torwart Daniel Haas flog vergeblich in die rechte Ecke seines Tores. Den 4:2-Endstand markierte Sebastien Meoli aus dem Gewühl heraus (64.), wobei Unions Defensive hier durch Unordnung glänzte. „Das müssen wir unbedingt abstellen, solche Fehler dürfen sich in der Meisterschaft nicht wiederholen“, sagte Neuhaus.