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Klopp leistet Abbitte für bescheuerte Antwort

Jürgen Klopp ist authentisch und hat bei seinen Auftritten oft großen Unterhaltungswert.

Legendär ist zum Beispiel ein Interview vom November 2010. Borussia Dortmund hatte nach elf Spieltagen neun Siege auf dem Konto, als der BVB-Trainer interviewt wurde und mit großem schauspielerischem Talent bierernst erzählte, dass er die Mannschaft nicht mehr erreichen würde und es an der Zeit sei, ihn infrage zu stellen.

So offen und direkt der Trainer des BVB auch ist. Manchmal täte ihm etwas Demut gut. "Wie kann man so bescheuert sein und danach fragen?", entgegnete Klopp am Samstagabend einem Sky-Reporter, der ihn gefragt hatte, warum Rückkehrer Nuri Sahin gegen Werder Bremen nicht in der Startformation gestanden hatte. Die Frage war weder bescheuert noch verwerflich, sie war berechtigt. Aber offenbar bedurfte es einer gewissen Zeit zum Nachdenken. Denn am Tag danach sagte Klopp: "Es mir fiel schwer, so eine Frage normal zu beantworten. Ich war aber nicht gereizt. Wenn es so rüber kam, tut es mir leid." Immerhin. Wir freuen uns schon auf das nächste Interview.