Wintersport

Biathlon: Gössner im Sprint erneut nicht zu schlagen

Nach ihrer neuerlichen Galavorstellung stützte sich Miriam Gössner nur ganz kurz auf ihre Skistöcke, holte einmal tief Luft und ließ sich dann auch schon von den begeisterten Fans in der Chiemgau Arena feiern.

- Die 22-Jährige aus Garmisch sicherte sich mit einer Glanzleistung in der Loipe beim Biathlon-Heimspiel in Ruhpolding trotz eines Schießfehlers über 7,5 km den dritten Weltcupsieg ihrer Karriere und weckte erneut Erinnerungen an die zurückgetretene Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner.

"Ich versuche einfach nur, mein Bestes zu geben und schnell zu laufen. Ich habe nach meinem Fehler nicht erwartet, dass ich das Rennen noch gewinne. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass es wieder zum Sieg gereicht hat", sagte Gössner, die sich vier Wochen vor der WM im tschechischen Nove Mesto mit dem zweiten Triumph innerhalb einer Woche in die Favoritenrolle über 7,5 km katapultierte.

Die frühere Langläuferin startete sechs Tage nach ihren Sprintsieg in Oberhof perfekt in das Rennen. In der Loipe zeigte die Staffelweltmeisterin vor 11.500 Fans wie gewohnt keine Schwäche und flog förmlich über die WM-Strecken des vergangenen Jahres. "Die Bedingungen waren super, aber die Strecke war ein bisschen schwierig. Das war aber für alle gleich, deswegen war es kein Problem", betonte Gössner. Platz zwei ging an Darja Domratschewa (Weißrussland) vor Kaisa Mäkäräinen (Finnland). Andrea Henkel landete als zweitbeste DSV-Skijägerin auf Rang vier und verpasste das Podium um nur 8,3 Sekunden. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) zeigte als 21. eine ordentliche Vorstellung und blieb in den bayerischen Alpen ohne Schießfehler. Die frühere Einzel-Vizeweltmeisterin Tina Bachmann (Schmiedeberg/1 Fehler) enttäuschte auf Rang 38.