Stadion an der Alten Försterei

Union weiht neue Haupttribüne gegen Sandhausen ein

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Kapazität der Alten Försterei steigt auf 21.704 Plätze

- Geplant ist die komplette Fertigstellung im Sommer. Zur Saison 2013/14 soll die neue Haupttribüne im Stadion an der Alten Försterei in vollständigem Glanz erstrahlen, inklusive aller Vip-Logen, Eisern-Loungen und Kabinentrakte. Bis zur Nutzung des neuen Schmuckstücks will der 1. FC Union jedoch nicht länger warten. Warum auch, der Rohbau ist fertig, die zwölf Dachträger sind montiert und zur Hälfte auch bereits mit einem Dach versehen. Und bis zum 1. Februar ist auch noch genügend Zeit, um die neuen 3617 Sitzplätze zu montieren. Denn pünktlich zum Pflichtspielstart gegen den SV Sandhausen will der Berliner Fußball-Zweitligist das komplette Stadion mit einer Gesamtkapazität von 21.704 Plätzen einweihen.

"Was auf dieser Baustelle seit dem Sommer von allen Beteiligten geleistet wurde, ist sensationell und erfüllt uns alle mit Stolz", kommentierte Union-Präsident Dirk Zingler: "Es war ein schöner Traum, unsere neue Haupttribüne bereits zur Rückrunde in Betrieb nehmen zu können. Nun wird er tatsächlich Wirklichkeit, und die Unioner können endlich wieder Freunde und Bekannte zu unseren Spielen mitbringen. Das war in dieser Saison ja bislang kaum möglich." Tatsächlich war das Stadion bei der reduzierten Kapazität von 16.750 Zuschauern in sechs von zehn Heimspielen ausverkauft, bei weiteren zwei Partien gab es nur noch Tickets für den Gästeblock.

Damit wird auch bis zum Sandhausen-Spiel der Sitzplatzbereich auf der Wuhleseite wieder zurückgebaut. Dort, neben dem Gästeblock, hatte im ersten Saisonabschnitt die Vip-Gäste der Köpenicker Platz genommen. Somit gibt es außerhalb der neuen, 15 Millionen Euro teuren Haupttribüne nur noch die 166 Sitzplätze im Gästebereich. "Mit dem Rückbau der Sitzplätze auf der Wuhleseite wird der Charakter der Alten Försterei als Stehplatzstadion noch deutlicher und zeigt, wie wir Unioner Fußball lieben und erleben wollen", sagte Klubchef Zingler. Durch die neue Tribüne wird Union für die verbleibenden sieben Heimspiele auch wieder Dauerkarten anbieten. Der Verkauf war wegen der verminderten Kapazität im vergangenen Sommer bei 8000 Tickets gestoppt worden.

Silvio fehlt im letzten Test

Während sich die Großbaustelle Stück für Stück schließt, macht sich im Trainingslager in Spanien eine weitere für die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus auf. Der Brasilianer Silvio konnte gestern nicht am Training teilnehmen und wird auch für das letzte Testspiel heute gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden ausfallen. Bereits am Donnerstag war der 27-jährige Stürmer umgeknickt.

"Er hat einen dicken Knöchel. Was genau ist, wissen wir noch nicht. Wir wollen kein Risiko eingehen", sagte Trainer Neuhaus gestern. "Er hat ja immer wieder mal Probleme mit dem Sprunggelenk. Wir müssen die Untersuchung zu Hause abwarten." Am Montag kehren die Unioner wieder nach Berlin zurück.

( fär )