Eishockey

Das große Zaudern beim Meister

Nach dem Ende des NHL-Lockouts suchen die Eisbären noch nach Lösungen für ihre Probleme

- Claude Giroux war schnell. "Es ist ein wunderbarer Tag für das Eishockey", twitterte der Kanadier am Sonntag. Er war froh über die Nachricht, dass die nordamerikanische Profi-Liga NHL ihren Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufnimmt und er spielen kann. Klar, er hätte zuvor auch noch in Berlin bei den Eisbären ein bisschen über das Eis flitzen können, doch nach einer Verletzung erschien ihm das wohl zu riskant. Er reiste nach Kanada und wartete dort auf das Ende des Lockouts in der NHL.

Also kein Giroux mehr, auch kein Daniel Briere, die beide die Pause in der NHL für einen unterschiedlich langen Ausflug in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) genutzt haben. "Wir spielen jetzt so, wie wir vor der Saison geplant haben", sagt Trainer Don Jackson. Da drängt sich sofort die Frage auf, ob dieser Plan wirklich so gut war. Drei Spiele hatte Briere zuletzt wegen einer Verletzung verpasst, alle drei wurden verloren. Am Sonntag hieß es in Hannover 1:4. Die Scorpions liegen als Neunter damit nur fünf Punkte hinter dem Titelverteidiger. Der ist zwar noch Fünfter, kann aber nicht mehr sicher sein, dass Play-off-Viertelfinale als einer der ersten Sechs der Tabelle sicher zu erreichen.

Mit Briere und Giroux musste sich darüber niemand Sorgen machen, mit ihnen war die Offensivkraft so groß, dass es sicher gereicht hätte. Nun aber sieht alles wieder anders aus. Haben sich die Berliner zu sehr darauf verlassen, dass der Lockout anhält und sich verpokert? Wäre es sinnvoller gewesen, so wie Köln auf NHL-Profis zu verzichten und sich gleich mit guten Spielern zu verstärken, die die ganze Saison bleiben? "Köln war nicht in unserer Situation. Wir hatten viele Verletzungen, deshalb haben wir die Jungs geholt, nicht nur als Show", sagt Manager Peter John Lee. Er wollte die Ausfälle von Constantin Braun und Darin Olver mit den Verp