Premier League

Manchester gewinnt kurioses Spiel nach dreimaligem Rückstand

Manchester United stand dicht vor einer historischen Niederlage.

- Am Ende eines fast 100-minütigen und packenden Schlagabtauschs am Boxing Day der englischen Premier League riss Trainer Sir Alex Ferguson aber doch noch die Arme nach oben. Mit 4:3 (1:2) nach dreimaligem Rückstand und einem Siegtreffer in der 90. Minute hatte seine Mannschaft gegen Newcastle United den Sieg perfekt gemacht. Dadurch baute United in der englischen Meisterschaft seinen Vorsprung auf Titelverteidiger Manchester City auf acht Punkte aus. Der Stadtrivale kassierte beim AFC Sunderland eine 0:1-Niederlage. Schon zwölf Punkte Rückstand hat der Tabellendritte FC Chelsea, der 1:0 gegen Norwich City siegte.

In Manchester schien nach fast 41 Jahren eine Serie zu Ende zu gehen. Im Februar 1972 hatten die Magpies aus Newcastle zuletzt im Stadion Old Trafford gewonnen (2:0). Auf den Führungstreffer am Mittwoch mussten die Gäste weniger lange warten: In der vierten Minute nutzte James Perch einen Abpraller von Torwart David de Gea. Der hatte einen Schuss des Ex-Hoffenheimers Demba Ba nicht festgehalten. Der Favorit wankte, auf der Trainerbank malträtierte Ferguson sein Kaugummi. Jonathan Evans (25.) gelang zwar der Ausgleich, doch nicht mal 180 Sekunden später traf Evans auch noch ins eigene Tor. Nachdem zuerst auf Abseits von Demba Ba entschieden worden war, erkannte der Referee den Treffer doch an. Sehr zum Unwillen von Ferguson, der auch in der Pause gestikulierend auf die Unparteiischen einredete.

Er hatte Wayne Rooney geschont, der Goalgetter schaute sich das Spiel aus der VIP-Lounge an, die Tore mussten andere schießen. Verteidiger Patrice Evra (59.) und Sturmstar Robin van Persie (71.) glichen jeweils die Führung der aufmüpfigen Gäste aus, bei denen Demba Ba nicht nur wegen seines Tores zum zwischenzeitlichen 3:2 (68.) herausragte. Nach mehreren vergebenen Chancen gelang dem Mexikaner Javier Hernandez schließlich der Siegtreffer für die Hausherren (90.).