Volleyball

BR Volleys gewinnen Tiebreak-Krimi in Friedrichshafen

Die Konkurrenz gibt alles, um dem deutschen Volleyball-Meister BR Volleys endlich die erste Niederlage in der Bundesliga zuzufügen.

- Doch die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew ist scheinbar nicht zu schlagen. Eine Woche nach dem 3:2-Sieg über Generali Haching trotz eines 0:2-Satzrückstandes gaben die Berliner auch ihrem zweiten großen Rivalen auf dem Weg zur Titelverteidigung das Nachsehen. In Friedrichshafen gewannen sie den nächsten Tiebreak-Krimi 3:2 (25:17, 21:25, 28:30, 25:20, 15:13). In die kurze Weihnachtspause gehen die BR Volleys mit der makellosen Bilanz von 24:0 Punkten. Und mit den besten Aussichten, ihren ersten Tabellenrang bis zum Beginn des Play-off im März zu behalten.

"Das sind wirklich schöne Erlebnisse, was in den vergangenen Wochen so passiert", freute sich Teammanager Matthias Klee über eine erneut überzeugende Vorstellung seiner Mannschaft. Es passt ins Bild dieser Saison, dass der Australier Paul Carroll mit seinen 26 Punkten der herausragende Mann war. Gegen Haching hatte noch Aleksandar Spirovski auf der Position des Außenangreifers geglänzt, diesmal vertraute Lebedew seinem Landsmann und hatte Erfolg. Das ist auch ein Zeichen an die Konkurrenz, wie stark die Berliner besetzt sind, dass sie auf ihren Besten aus dem vorangegangenen Spiel einfach verzichten können.

Die Gäste erwischten vor 3300 Zuschauern in der ZF Arena den besseren Start, doch die Durchgänge zwei und drei gingen an die Schwaben, bei denen der Italiener Ventceslav Simeonov (29 Punkte) einen glänzenden Tag erwischt hatte. Die BR Volleys wehrten sich mit aller Kraft. Im dritten Abschnitt noch vergebens, da nützten ihnen sechs abgewehrte Satzbälle nichts. "Aber", lobte Klee, "sie geben nie auf." So kam Robert Kromm (20) immer besser zum Zuge, Satz vier ging recht eindeutig an den Meister, und der Tiebreak musste entscheiden. Hier hatte Berlin nach über zwei Stunden Spielzeit beim 14:11 drei Matchbälle, zwei wehrte Friedrichshafen noch ab, ehe der Matchwinner vom 3:2 gegen Haching erneut seine Qualitäten zeigte: Roko Sikiric schmetterte den VfB-Block an, von dort prallte der Ball unerreichbar in den Zuschauerblock. Und die BR Volleys tanzten.