Pferdesport

Japaner stoppt die Traumkarriere von Danedream

Gewinnreichstes Rennpferd geht in die Zucht

- Die Ausnahmestute Danedream beendet ihre einzigartige Karriere. Deutschlands gewinnreichstes Galopprennpferd wird in die Zucht wechseln. Die Vierjährige hat in ihrer Karriere mehr als 3,7 Millionen Euro gewonnen. Dabei war sie auf einer Auktion im Frühjahr 2010 für nur 9000 Euro in den Besitz der Familie Volz aus dem badischen Achern gelangt - eine mehr als lohnenswerte Investition.

Höhepunkte ihrer glanzvollen Laufbahn waren die Siege im 121. Großen Preis von Berlin in Hoppegarten 2011, dem Prix de l'Arc de Triomphe in Paris 2011 und in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes 2012 in Ascot. Besonders der Triumph im Arc unter Jockey Andrasch Starke verzückte die Fans und sorgte in der Fachwelt für Erstaunen. Danedream gewann das wohl wichtigste Rennen der Welt mit fünf Längen Vorsprung und in Bahnrekordzeit. Es war der erste deutsche Arc-Erfolg seit 1975.

Zuletzt hatte vieles darauf hingedeutet, dass Danedream im neuen Jahr noch im Dubai Sheema Classic startet, doch der japanische Mitbesitzer Teruya Yoshida nimmt die Stute in die Zucht. "Es ist schade, dass sich Herr Yoshida gegen einen weiteren Start von Danedream entschieden hat, aber ich kann die Entscheidung aus Züchtersicht natürlich voll verstehen", sagte Danedreams Kölner Trainer Peter Schiergen bei Galopponline.de.

Trotz des Verständnisses kommt bei dem ehemaligen Top-Jockey auch ein wenig Wehmut auf. "Wir sind sehr dankbar, was wir mit und durch Danedream erleben durften. Mit dem Arc und den King George hat sie zwei der wichtigsten Rennen der Welt für Deutschland gewonnen", sagte Schiergen und fügte an: "Danedream und ihre Erfolge werden für immer unvergessen bleiben."

Danedream wurde vom norddeutschen Gestüt Brümmerhof gezogen. Da sie im Training eher unauffällig war, ging sie im Frühjahr 2010 zur Auktion nach Baden-Baden, wo sie für gerade einmal 9000 Euro verkauft wurde. Wenige Tage vor dem Arc-Triumph erwarb der Japaner Yoshida 50 Prozent an der Lady (ab 2013 hält er 100 Prozent) mit dem großen Kämpferherzen.

Nun folgt die zweite Karriere. Yoshida hat dem Vernehmen nach zwei der begehrten 100 Sprünge von Wunderpferd Frankel erhalten, die an externe Züchter vergeben wurden. Der englische Hengst hatte seine Karriere im Oktober nach 14 Siegen in 14 Rennen beendet. Ein Sprung von Frankel kostet gut 150.000 Euro.