Kurzbahn

Schwimm-WM: Biedermann führt Staffel zu Bronze

Berlinerin Britta Steffen erreicht locker das Finale

- Angeführt von Paul Biedermann haben Deutschlands Schwimmer bei der Kurzbahn-WM in Istanbul ihre zweite Medaille gewonnen. Über 4x200 Meter Freistil schlug das Quartett als Dritter hinter den USA und Australien an. Startschwimmer Biedermann musste wie im Einzelrennen Ryan Lochte - der keine Stunde zuvor Dritter über 100 Meter Schmetterling geworden war - den Vortritt lassen, durfte sich aber immerhin über eine weitere persönliche Jahresbestzeit freuen (1:41,93). Dimitri Colupaev, Christoph Fildebrandt und Yannick Lebherz sicherten gestern in deutscher Rekordzeit von 6:53,22 Minuten das nächste Edelmetall nach Biedermanns Einzel-Silber über die 200 Meter. Biedermanns Freundin Britta Steffen (Berlin) schwamm als Halbfinal-Dritte souverän ins Finale über 100 Meter Freistil.

Christian Diener setzte indes seine guten Leistungen auch im Finale über 100 Meter Rücken fort. Der 19-Jährige aus Cottbus schwamm in 51,27 Sekunden auf Platz acht. "Berauschend" fand der Junioren-Weltmeister von 2011 das Finale bei den "Großen". Diener ging das Rennen mutig an, am Ende fehlte ihm dann aber doch etwas die Kraft. Er verpasste seine persönliche Bestzeit aus dem Halbfinale von 51,06. Allein in Istanbul steigerte sich Diener um eine knappe halbe Sekunde. Britta Steffen und Daniela Schreiber hatten im Halbfinale über 100 Meter Freistil keine Probleme. Die Weltjahresbeste Steffen schwamm in 53,09 Sekunden die zweitbeste Zeit beider Läufe. Mit der ersten Rennhälfte war sie aber nicht ganz zufrieden. "Das ist ein bisschen lahm. Mir fehlt ein bisschen die Motivation, wenn es ein Semifinale ist und ich sehe, dass ich gut dabei bin, dann lege ich noch nicht so gerne die Karten offen", sagte Steffen, die alle acht Weltcuprennen in dieser Kurzbahn-Saison gewonnen hatte. "53,0 ist nüscht. Da muss schon noch ne Ecke zugelegt werden", berlinerte Steffen. "Ich hoffe, dass ich noch 'ne 52 flach schwimmen kann."