Volleyball

BR Volleys treffen in Champions League auf Titelverteidiger Kasan

Ein paar Budweiser-Biere durften die deutschen Besucher in der tschechischen Bierstadt genießen.

- Mit einem gewonnenen Satz bei Jihostroj Ceske Budweis hatten sich die Berlin Volleys eine weitere Runde in der europäischen Königsklasse gesichert. "Es war eine tolle Champions-League-Serie", sagte Trainer Mark Lebedew zum Play-off-Einzug. Als einziges deutsches Team können die Volleys in Europas Topliga weiterrocken. "Darauf bin ich sehr stolz", erklärte Lebedew. Haching und Friedrichshafen sind hingegen ausgeschieden.

Nun geht es im Achtelfinale gegen Zenit Kasan, den Titelverteidiger. Als einzige Mannschaft haben die Russen in ihren sechs bisherigen Spielen in der Champions League keinen Satz abgegeben. Das wird hart für die Berliner, die im Hinspiel am 16. Januar 2013 in der Schmeling-Halle Heimrecht haben, das Rückspiel in Kasan findet zwischen dem 22. und 24. Januar statt. "Viel schwieriger hätte es nicht kommen können, aber wir freuen uns drauf", kommentierte Meistermacher Lebedew die anstehende Herkules-Aufgabe. Die zweite Gruppenniederlage in Budweis hatte die Berliner zwar noch einmal zittern lassen. Am Ende aber reichte das 1:3, um mit vier Siegen als fünftbester Gruppenzweiter weiterzukommen.

Rein finanziell gibt es in der Volleyball-Königsklasse auch in der sportlich lukrativen K.o.-Runde weiter nichts zu gewinnen. Im Gegenteil: Für das Achtelfinale müssen die Berlin Volleys erst einmal 8000 Euro Startgebühr zahlen, nachdem die Gruppenphase schon 25.000 Euro gekostet hatte. Auch Reisekosten, Schiedsrichter und die komplette Organisation der Heimspiele muss der Verein allein tragen. Selbst ein Champions-League-Sieg wäre noch ein Minusgeschäft.