Basketball

Albas Steigerung nach der Pause macht Mut

Drei Tage vor Spiel gegen Bamberg 62:78 bei Maccabi

- Erst sah es nach einer Demütigung aus, doch dann besann sich das Basketballteam von Alba Berlin doch noch. Beim großen Favoriten Maccabi Tel Aviv zeigten die Berliner drei Tage vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Meister Brose Baskets Bamberg am Sonntag in der O2 World (15 Uhr) zwischen der siebten und 20. Minute eine ganz schwache Leistung. Die Steigerung danach lässt Alba allerdings doch einigermaßen optimistisch in die Partie gegen die Franken gehen. Zum Abschluss der Europaliga-Vorrunde unterlag man gestern bei Maccabi letztlich mit 62:78 (24:48). Auch Bamberg steht im Top 16, schlug Partizan Belgrad in einem "Krimi" mit 92:90 nach Verlängerung. Alba und die Baskets sehen sich übrigens auch im am 27. Dezember beginnenden Top 16 wieder.

Die Berliner waren gut gestartet. Vor allem Deon Thompson (Topscorer mit 16 Punkten) war in den ersten sieben Minuten voll da. Dem US-Amerikaner gelangen bis dahin acht der 13 Berliner Punkte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 13:14. Zwar hatte man Rang vier sicher, das Top 16 war erreicht. Aber dennoch hatten die Berliner im Vorfeld erklärt, sich nicht bereits für den Hit gegen Bamberg schonen zu wollen. Man werde "maximal seriös" (Nihad Djedovic) die Aufgabe in Israel bewältigen, war versprochen worden.

Doch auf einmal war von den Versprechungen nicht mehr viel zu sehen. Die Berliner ließen den letzten Biss vermissen, waren in der Defensive nicht konsequent genug und leisteten sich im Spielaufbau viele Fehler. Die Startruppe aus Tel Aviv, die mit einem Sieg Platz eins in der Gruppe verteidigen wollte, nutzte das gnadenlos aus. Waren es nach dem ersten Viertel nur zehn Zähler Rückstand (13:23), zogen die Gastgeber immer weiter davon, nach 15 Minuten waren es erstmals 20 Punkte Differenz (15:35).

Albas uninspirierte Vorstellung hatte auch damit nichts zu tun, dass man ja auf den schwer am Knie verletzten Spielmacher Vule Avdalovic verzichten musste, für den der Klub momentan Ersatz sucht. Frustriert schlichen die Berliner zur Halbzeit in die Kabine, 24 Punkte Rückstand (24:48) waren es nach 20 Minuten.

Trainer Sasa Obradovic schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Jetzt wirkten die Berliner auf einmal engagierter. Maccabi Tel Aviv, das das Ergebnis nur noch verwalten wollte, kam nicht mehr richtig ins Spiel. Der Berliner Rückstand schmolz auf zehn Zähler (47:57/28.). Alba gewann das dritte Viertel mit 25:12, kam sogar auf 55:63 (33.) heran. Nach dieser Aufholjagd, die Mut für Sonntag macht, war dann aber die Luft bei den Berlinern raus.