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Podolski erholt sich in Berlin von der Krise

Scheckübergabe Nicht nur Bundestrainer Joachim Löw weilte gestern in Berlin, auch Nationalspieler Lukas Podolski war aus London auf einen Sprung in die Hauptstadt gekommen. Der Stürmer des FC Arsenal war auf Einladung seines Partners, des Automobilunternehmens Hyundai, gekommen, um sich für einen guten Zweck einzusetzen. Podolski als EM-Botschafter des Unternehmens und die Firma selbst hatten über eine Fanaktion bei Facebook 50.000 Euro für "Streetfootballworld" gesammelt. Den Scheck übergab Podolski. "Streetfootballworld" ist die führende globale Netzwerkorganisation im Bereich Entwicklung durch Fußball, deren deutsche Partnerorganisation "KICKFAIR" ist.

Blamage Für Podolski war der Trip nach Berlin sicherlich eine willkommene Abwechslung. Denn am Dienstagabend hatte sich sein Londoner Team, in dem auch Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker steht, arg blamiert. Beim Viertligisten Bradford City schieden die "Gunners" im englischen Ligapokal durch ein 3:4 (1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen aus. Per Mertesacker spielte durch, Podolski wurde in der 70. Minute ausgewechselt. Nach torloser Verlängerung verschoss Arsenals belgischer Abwehrspieler Thomas Vermaelen den entscheidenden Elfmeter. Damit war die Pokalsensation im Viertelfinale perfekt.

Reaktionen "Eine Farce", schrieb die Boulevardzeitung "The Sun" und fragte: "Wie schlecht kann es noch werden?" Die "Daily Mail" sah Arsenal im "Tal der Schande" angekommen und attestierte den "Untergang einer stolzen Tradition". Die Hoffnungen nach sieben Jahren Dürre auf einen Titel hätten sich auf lächerliche Weise zerschlagen: "Demütigung". Der "Guardian" schrieb: "Trainer Arsene Wenger erreicht einen neuen Tiefpunkt."