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Fanforscher kritisiert Politiker

Vorwurf Der Fanforscher Gunter A. Pilz hat den Innenministern der Länder vorgeworfen, das Thema Gewalt im Fußball für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. "Die Fans haben ein sehr feines Gespür, wo ein paar wild gewordene Innenminister meinen, angesichts bevorstehender Wahlen durch massive Drohgebärden noch mal punkten zu müssen", sagte das Mitglied der DFB-Kommission für Prävention und Sicherheit dem "Neues Deutschland". Pilz sprach sich trotzdem für die Annahme des DFL-Konzept aus. "Es ist ein durchaus tragfähig. Die DFL hat sich damit klar auf die Seite der Fans geschlagen", sagte er.

Vorschau "Wird das alles durchgewunken, werden wir reagieren müssen, weil dann auch beschlossen wird, was wir kategorisch ablehnen. Dann müssen wir zusehen, dass wir dieses Drama noch abwenden können", sagte Philipp Markhardt, Sprecher der Organisation "Pro Fans" und der Protestaktion "12:12". Denkbar sei alles, von weiteren Protesten im Stadion bis hin zu Veränderungen "von unten", beispielsweise über Anträge zu den Vereinssatzungen. Markhardt sieht die Sicherheitslage "nicht schlimmer als vor zehn Jahren und weit weniger schlimm als vor 20, 30 Jahren."