Volleyball

BR Volleys müssen in Rottenburg harten Widerstand brechen

Die Tabelle der Volleyball-Bundesliga ist dreigeteilt.

- An der Spitze machen Titelverteidiger BR Volleys, Haching und Friedrichshafen Platz eins unter sich aus, dahinter kämpfen Düren, Moers, Rottenburg und Bühl mit je 10:10 Punkten um Platz vier. Und der Rest, nun ja, ist eben der Rest. Was nicht bedeutet, dass es an einem besonderen Tag einem Team nicht gelingen könnte, aus diesem Korsett auszubrechen. Die BR Volleys machten gestern diese Erfahrung. Beim 3:1 (22:25, 25:18, 29:27, 31:29)-Sieg beim TV Rottenburg war der Außenseiter nah dran, dem hohen Favoriten die erste Saisonniederlage in der Bundesliga zuzufügen.

"Wir sind die Sache vielleicht etwas zu locker angegangen, haben anfangs zu viele Fehler gemacht", sagte der Berliner Trainer Mark Lebedew. Prompt ging der erste Satz vor 2000 begeisterten Zuschauern in der Paul-Horn-Arena an die Südwestdeutschen, die ihre Chance jetzt erkannten. Besonders mit den Außenangreifern Dirk Mehlberg und René Bahlburg hatten die Gäste ihre liebe Not. Zwar dominierte Lebedews Mannschaft den zweiten Durchgang, doch auch danach gaben sich die wackeren Rottenburger längst nicht geschlagen. Im dritten wie im vierten Abschnitt musste der ungeschlagene Tabellenführer insgesamt sechs Satzbälle abwehren, ehe der Sieg gesichert war.

"Das war ein Spiel auf Augenhöhe", fand der Berliner Coach, "mein Vorteil war, dass ich gut durchwechseln und damit frische Energie bringen konnte." Die meisten Punkte für seine Mannschaft sammelten Robert Kromm (24) und bis zu seinen Wadenproblemen im dritten Satz Aleksandar Spirovski (16). So wurde es eine gelungene Generalprobe für das entscheidende Champions-League-Spiel am Mittwoch in Budweis/Tschechien.