Bundesliga

Hannover und Huszti beenden Siegesserie Bayer Leverkusens

Die Verlierer nahmen die Niederlage hin, als hätten sie die Jagd auf Spitzenreiter Bayern München bereits aufgegeben.

- "Wir haben uns nie als Bayern-Jäger gefühlt, und das wäre auch bei einem Sieg nicht anders gewesen", sagte Sportdirektor Rudi Völler vom Tabellenzweiten Bayer Leverkusen nach dem 2:3 (1:1) bei Hannover 96. Elf Zähler beträgt der Rückstand der Rheinländer, die dem Rekordmeister und Herbstmeister in München ein perfektes Wochenende bescherten und sich selbst offenbar nur noch auf einen Champions-League-Platz konzentrieren. "Es war uns klar, dass wir den Bayern nicht das Wasser reichen können. Sie werden uns nicht den Gefallen tun, vier oder fünf Spiele zu verlieren", sagte Nationalspieler Lars Bender.

Die 96er hingegen schoben sich 24 Stunden nach der Vertragsverlängerung von Coach Mirko Slomka bis 2016 auf Rang zehn und damit in die Nähe der Europacup-Ränge. "Matchwinner" für die Niedersachsen war Szabolcs Huszti. Der Ungar verwandelte in der 20. und 69. Minute gleich zwei Foulelfmeter, beide Male war er zuvor der gefoulte Spieler gewesen. Den dritten Hannoveraner Treffer erzielte Mame Diouf per Kopfball (57.). Für die Rheinländer waren Gonzalo Castro in der dritten und Torjäger Stefan Kießling mit seinem zehnten Saisontreffer in der 58. Minute erfolgreich gewesen.

Leverkusens Trainer Sascha Lewandowski klagte nach der ersten Niederlage nach zuvor vier Siegen in Serie: "Wir hatten in zwei, drei Situationen Probleme im Spiel eins gegen eins. Wir haben das Spiel taktisch und spielerisch kontrolliert und durch diese Fehler aus der Hand gegeben. Das ist sehr bitter für uns."