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Streitpunkte des DFL-Konzepts

Abstimmung Am 12. Dezember treffen sich die im Ligaverband organisierten 36 Profivereine, um über das neue Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" abzustimmen, das eine Kommission der Deutschen Fußball Liga (DFL) erarbeitet hatte. Dahinter stecken insgesamt 16 Anträge auf Anpassung der Statuten. Diese sollen unter anderem dazu führen, "dass Zuschauer sicher und zügig in das Stadion und zu ihren Plätzen gelangen und dass erforderliche Kontrollen im Interesse aller Besucher sicher, ohne unnötige Verzögerung, zumutbar und angemessen (...) durchgeführt werden".

Kontrollen Besonders an den Einlasskontrollen hat sich eine Diskussion entzündet. Fangruppen fürchten "Vollkontrollen", bei denen sich die Kontrollierten ausziehen müssen. Im DFL-Antrag heißt es allerdings nur: "Zur Sicherstellung eines störungsfreien Spielablaufs (...) sind lageabhängig Kontrollen der Besucher und der von ihnen mitgeführten Gegenstände durchzuführen." Bei "Spielen mit erhöhtem Risiko" könne es zudem zur "Durchführung von verstärkten Personenkontrollen" und zur "Begrenzung des Verkaufs der Eintrittskarten" kommen.

Karten Zudem wird in einem weiteren Antrag das Recht des Gästevereins auf zehn Prozent des Kartenkontingents nur noch "vorbehaltlich einer anderslautenden rechtskräftigen Entscheidung eines DFB-Rechtsorgans" gewährt. Die Fanvertreter werten dies als Hintertürchen für die Kürzung jenes besagten Kontingents. Die DFL verneint das.