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Protestschweigen der Fans

Ultras Vorm Freitagspiel des HSV in Düsseldorf wurden im Gästeblock bengalische Fackeln gezündet, die Feuerwehr musste daraufhin eine große brennende Zaunfahne löschen. Auch auf Schalke gab es am Sonnabend eine Feuer- Aktion in der Halbzeitpause, die den Anpfiff der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Frankfurt in der Arena um einige Minuten verzögerte. Gegen etwa 60 Ultra-Fans werden nach Auswertung der Videos Strafverfahren eingeleitet, sie wurden gleich nach Spielende von der Polizei abgefangen.

Bärendienst Die Feuer sind ein Affront gegen die Fans, die gegen das Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ab dem kommenden Spieltag mit der „12:12“-Aktion protestieren wollen.

12:12 Union dabei Auch beim Remis des 1. FC Union gegen 1860 München wurde gestern für das Fan- Schweigen geworben. Bei „12:12“ werden Fans bundesweit in den ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden eines jeden Spiels schweigen – bis zum 12. Dezember. Da will die DFL das Konzept verabschieden.

Sanktionen Viele Fans fürchten Kollektivstrafen, weniger Karten für Gästefans und den Wegfall von Stehplätzen. Sie fragen: Was können die mehr als 99 Prozent friedlichen Fans dafür, wenn sich ein Prozent daneben benimmt? Die einzige Chance, die Fan-Gewalt einzudämmen, wird sein, die Störer zu ermitteln und hart zu bestrafen.