Wintersport

Albrecht verletzt sich wieder bei Rückkehr auf die Abfahrtspiste

Am 22. Januar 2009 erlangte Daniel Albrecht traurige Berühmtheit.

Der Schweizer, immerhin Weltmeister in der Super-Kombination von 2007, stürzte im letzten Trainingslauf für die Weltcup-Abfahrt auf der berüchtigten Streif in Kitzbühel so schwer, dass er ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt und drei Wochen lang in einem künstlichen Koma gehalten werden musste. Die Bilder seines Horror-Sturzes erschütterten die Welt.

Albrecht hat seitdem um seine Rückkehr in den Weltcup gekämpft, dreimal gelang ihm seit Dezember 2010 sogar eine Platzierung unter den ersten 30, dafür gibt es Weltcuppunkte. Am Donnerstag erlitten seine Bemühungen aber einen Rückschlag. Albrecht musste nach einem Sturz beim Abfahrtstraining im kanadischen Lake Louise mit einer schweren Knieverletzung in ein Krankenhaus in Calgary ausgeflogen werden, von dort soll es weiter in die Schweiz gehen.

Albrecht kam im obersten Streckenabschnitt an einer vermeintlich harmlosen Stelle zu Fall. Der 29-Jährige war in Lake Louise mit dem Ziel angetreten, erstmals seit seinem Horror-Sturz auf der Streif wieder eine Abfahrt bestreiten zu können. Weil er im Sommertraining in Argentinien mit halsbrecherischen Aktionen aufgefallen war, hatten ihm die Trainer lange davon abgeraten. Doch Albrecht, dessen Zimmerkollege Beat Feuz bereits zuvor verletzt ausgefallen war, wollte seine letzte Chance ergreifen, sich im Weltcup zu behaupten. Klar war: Holt er einschließlich des Riesenslaloms in Beaver Creek am 2. Dezember keine Punkte, ist sein Startplatz futsch.

"Zwei Jahre nach der Rückkehr ist der Tag gekommen, wo wir bei Dani denselben Maßstab anwenden müssen wie bei den anderen. Denn auf seinem Weg hilft es nicht, wenn man ihm zu lange Mitleid entgegenbringt", hatte Verbandschef Urs Lehmann gesagt. Nun bedeutet die neue Verletzung wohl sein Karriereende.