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Arbeitskampf in Amerika

Streit ums Geld Seit dem 15. September sind die Profis der National Hockey League (NHL) von ihren Klubs ausgesperrt, weil sich beide Seiten nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen können. Es geht um die Verteilung jährlicher Gesamteinnahmen von rund 3,3 Milliarden Dollar. Die Saison hätte am 10. Oktober beginnen sollen. Viele Profis spielen solange für weniger Geld in Europa.

Sackgasse Klubchefs und Spielergewerkschaft NHLPA sind nach wie vor weit von einer Einigung entfernt. Am Mittwoch wurde ein weiteres Angebot der Gewerkschaftler von den Klubs geprüft (Verteilung wie ursprünglich gefordert 50:50), brachte jedoch nicht den erhofften Fortschritt. „Wir liegen noch immer weit auseinander“, sagte NHL-Commissioner Gary Bettman: „Aber hoffentlich kommt jetzt ein wenig Dynamik rein, so dass wir diesen Prozess zu einem erfolgreichen Abschluss bringen können.“

18 bis 20 Millionen Dollar täglich verlieren die Klubs laut Bettman derzeit, den Spielern entgehen pro Tag acht bis zehn Millionen Dollar. „Bei den großen Themen gab es bislang leider keine bedeutenden Wechselwirkungen“, sagte auch Gewerkschaftschef Donald Fehr.

Ausfälle Bislang sind dem Streit alle Begegnungen bis zum 30. November zum Opfer gefallen, dazu das Winter Classic am Neujahrstag. Nun ist mit der Absage aller Dezember-Spiele zu rechnen.