Sicherheitsvorkehrungen

Formel-1-Piloten beim Finale in Todesangst

Die Formel 1 schaut vor dem WM-Finale am Sonntag in São Paulo (17 Uhr) mit Sorge auf die Sicherheitslage in der brasilianischen Metropole.

Jenson Button bestätigte, dass er wie McLaren-Kollege Lewis Hamilton sowie Teamchef Martin Whitmarsh in gepanzerten Wagen und mit Polizeieskorte zur Rennstrecke in Interlagos gebracht wird. "Wir hatten sie schon vergangenes Jahr, nach dem, was im Jahr davor passiert ist", so Button. 2010 war er nur knapp einem bewaffneten Überfall im dichten Verkehr durch sechs Ganoven entkommen. Derzeit rollt eine Gewaltwelle durch den Bundesstaat São Paulo. Der regionale Minister für öffentliche Sicherheit trat am Mittwoch zurück. Allein in der Nacht zum Mittwoch wurden in dem rund 20 Millionen Einwohner zählenden Großraum der Metropole zehn Menschen erschossen, zwei von ihnen nach lokalen Medienangaben bei Schusswechseln mit der Polizei. Im September wurden nach offiziellen Angaben 135 Morde in der Stadt São Paulo registriert, 96 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat. Die Zahl der ermordeten Polizisten im Bundesstaat liegt 2012 bislang bei 92.