Volleyball

Ein Novize führt BR Volleys zum Sieg in der Champions League

Die BR Volleys haben dank guter Nerven und eines unbekümmerten Champions-League-Novizen Sebastian Kühner einen 3:2 (23:25, 25:23, 18:25, 25:20, 15:13)-Erfolg beim noch sieglosen Team von Budvanska Rivijera Budva erkämpft.

- Der montenegrinische Titelträger lag nach Sätzen schon mit 2:1 vorn, ehe sich der Deutsche Meister in den Tiebreak rettete und sich am Ende knapp durchsetzte. "Wir mussten heute alles geben", sagte Trainer Mark Lebedew und fügte erleichtert hinzu: "Es war ein sehr schwieriges Spiel unter sehr harten Bedingungen. Am Ende brauchten wir ein Extra, um zu gewinnen. Und das haben wir gefunden."

Das war ein Lob für die gute Mannschaftsleistung, aber auch für Sebastian Kühner. Der 25-Jährige war vor der Saison vom CV Mitteldeutschland nach Berlin gewechselt und bestand gestern seine Feuerprobe in der europäischen Volleyball-Eliteklasse, als er Mitte des dritten Satzes für den erkrankten Zuspieler Kawika Shoji eingewechselt wurde. "Basti hat das sehr gut gemacht", sagte Lebedew, "er hat uns zum Sieg getragen." Den Verlust des ersten und des dritten Satzes steckten die Berliner selbstbewusst weg und schlugen zurück. Die Spannung erreichte im Tiebreak ihren Höhepunkt. Da lagen die Volleys schon mit 8:4 in Führung, mussten jedoch das 13:13 hinnehmen. Die letzten beiden Punkte des Spiels holten sich aber dann die nervenstarken Gäste.

Für diesen Tiebreak-Sieg gibt es laut Reglement des europäischen Verbandes CEV nur zwei statt wie sonst üblich drei Punkte, der Verlierer darf sich mit einem Zähler trösten. Mit nun acht Punkten haben die Berliner weiter gute Aussichten auf das Erreichen der K.o.-Runde.