Fußball

Voronin kuriert Grippe in Disko aus

"Wenn die Krankheit verzweifelt ist, kann ein verzweifelt Mittel nur helfen oder keins", ließ Shakespeare den König in "Hamlet" sagen.

Wie verzweifelt Andrej Voronins Grippe-Erkrankung war, vermag wohl nur er selbst einzuschätzen. Sein Rezept aber lautete: lieber ein Mittel als keins. Die Diskothek, in der sich Fortuna Düsseldorfs launiger, besser: launischer, Stürmer auszukurieren mühte, ist früher mal ein Filmstudio gewesen. Dienstagnacht drehte der aus Liverpool geborgte ukrainische Patient dort eine Folge seiner Serie "Fortuna-Ausleih - und trotzdem Spaß dabei", was sich ungünstig fügte, denn die Sache kam den Chefs im Verein zu Ohren. Voronin war ja vom Arzt krankgeschrieben worden.

Fachjuristen raten Arbeitnehmern zwar zu tun, was der Genesung förderlich ist, und zu unterlassen, was der Gesundheit abträglich ist. Es gibt also Interpretationsspielraum. Dennoch drohen dem Angestellten Voronin, der einst bei Hertha kickte, neben der erfolgten Abmahnung nun kolportierte 50.000 Euro Strafe. Das ist schön für den Vereinshaushalt, Trainer Norbert Meier hingegen ist sauer.