Deutschland Cup

Eishockey: Sieg zum Einstand von Bundestrainer Cortina

Pat Cortina ist mit einem wichtigen Prestigeerfolg in sein Amt als Eishockey-Bundestrainer gestartet.

- Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gewann zum Auftakt des Deutschland Cups ins München mit 3:2 (0:0, 1:0, 2:2) gegen Olympiasieger Kanada. Gegen das allerdings ohne seine größten Stars aus der nordamerikanischen Profiliga NHL angetretene Geburtsland Cortinas trafen Marcus Kink von den Adlern Mannheim (32.), Frank Hördler von den Eisbären Berlin (42.) und Kinks Vereinskollege Nikolai Goc (55.).

Für Kanada erzielte Mark Katic von den Eisbären Berlin (43.) das zwischenzeitliche Anschlusstor, der in Kasachstan unter Vertrag stehende Nigel Daves machte es noch einmal spannend (59.).

Schon heute steht beim Vier-Nationen-Turnier für Deutschland und den italo-kanadischen Coach gegen die Schweiz (16.15 Uhr/Sport1) die zweite Bewährungsprobe an. Mit einem Sieg gegen die Eidgenossen, die zuvor Vize-Weltmeister Slowakei 3:2 bezwangen, würde das DEB-Team einen großen Schritt zum fünften Turniersieg nach 1995, 1996, 2009 und 2010 machen.

Von Beginn an machten die deutschen Spieler klar, dass sie den von Cortina angekündigte Neuanfang nach der missratenen WM im Mai - in deren Folge Jakob Kölliker als Trainer gehen musste - umsetzen wollten. Cortina kehrte zu einem defensiveren System als unter seinem glücklosen Vorgänger zurück. Die Abwehr um Keeper Rob Zepp von den Eisbären Berlin stand im ersten Drittel gegen den viermaligen Turniersieger, der weitestgehend mit einer DEL-Auswahl antrat, sicher. Auch die besseren Chancen hatten Cortinas Cracks. Wolfsburgs Kai Hospelt traf das leere Tor nicht (7.), Kölns Philip Gogulla schoss nur an den Pfosten (11.).

Gegen das von DEL-Trainer Rich Chernomaz (Ingolstadt) gecoachte Team Canada blieb Deutschland auch nach der ersten Pause spielbestimmend. Allein Hospelt scheiterte ein ums andere Mal an Sebastien Caron. Erst in der 32. Minute fiel die verdiente Führung, als Benedikt Kohls Schuss von der blauen Linie von Kink ins Tor abgefälscht wurde.

"Es hat mit dem System ganz gut funktioniert", erklärte Stürmer Thomas Greilinger. Kapitän Michael Wolf lobte den neuen Coach: "Er macht einen super Eindruck." Der Bundestrainer selbst analysierte: "Das war ein guter Start, aber wir müssen noch besser werden".