Volleyball

Kampfstarke Volleys kassieren in Sibirien erste Niederlage

Über 5000 Kilometer musste der deutsche Volleyball-Meister in der Champions League reisen - um mit nichts zurückzukehren.

- Mit nichts Zählbarem jedenfalls, die Punkte blieben in Sibirien. Die BR Volleys unterlagen bei Lokomotiv Nowosibirsk mit 1:3 (24:26, 19:25, 29:27, 22:25). Im fünften Pflichtspiel die erste Saisonniederlage, eine zuvor erwartete, aber hinterher nicht mehr so leicht zu akzeptierende. Zwischen dem Topfavoriten aus Russland und dem deutschen Außenseiter war der Unterschied nicht groß.

"Wir haben einen Satz gewonnen und uns weitere zwei Sätze lang sehr wacker geschlagen. Das ist mehr, als man erwarten durfte. Unsere Mannschaft hat sehr stabil gespielt", lobte Manager Kaweh Niroomand. Die Berliner spielten nicht überragend, doch sie gaben nie auf. Im Schlussabschnitt hatten sie 15:22 hinten gelegen und waren doch beim 21:22 wieder dran. Auch den ersten Durchgang schienen die Russen fest in der Hand zu haben, führten hoch, nur um bei 24:24 noch einmal in große Gefahr zu geraten. Im dritten Satz verspielten die Volleys ihrerseits eine klare 22:16-Führung, hatten bei 26:27 Matchball gegen sich, erzwangen aber mit großer Moral den vierten Durchgang. Insofern bringen sie doch etwas mit aus der Ferne, nämlich die Zuversicht: Wenn die Lokomotive aus Nowosibirsk im Rückspiel in Berlin Station macht, kann es genauso gut andersherum ausgehen.