Personalien

Hockey: Berliner Mülders ist neuer Frauen-Bundestrainer

Eine Überraschung war die Berufung von Jamilon Mülders zum neuen Bundestrainer der deutschen Frauen-Hockeynationalmannschaft nicht mehr.

- Und als der 36 Jahre alte Berliner am Dienstagvormittag in Frankfurt/Main bei einem Pressetermin des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) als Hobbyfotograf auftauchte, war schon vor der offiziellen Mitteilung der letzte Zweifel ausgeräumt. Mülders führt die DHB-Frauen als Nachfolger von Michael Behrmann in den nächsten olympischen Zyklus bis 2016. Gleichzeitig verkündete der DHB die Vertragsverlängerung mit Männer-Bundestrainer Markus Weise. Der 49 Jahre alte Erfolgscoach bleibt damit auf jeden Fall auch bis Ende 2016 im Amt.

"Wir sind sehr froh, mit Jamilon Mülders nicht nur eine schnelle, sondern vor allem eine Top-Lösung für die Damenmannschaft gefunden zu haben", sagte DHB-Sportdirektor Heino Knuf: "Er bringt alles mit, was wir uns von dem neuen Bundestrainer erwarten, und er hat die Erfahrungspalette, die wir für diese Position als wichtig erachten."

Mülders wurde als Spieler im Jahr 2002 unter Bernhard Peters in Kuala Lumpur Weltmeister. Der 41-malige Nationalspieler erwies sich schnell als großes Trainertalent. Er arbeitete nach seinem frühen Karriereende aus familiären Gründen sieben Jahre als Sportlicher Leiter bei Blau-Weiß Berlin, betreute die U16 des DHB und war bei den Frauen bereits Assistent des damaligen Bundestrainers Markus Weise. Seit 2009 war Mülders für die männlichen Junioren verantwortlich. Er hat sein Trainerdiplom an der Trainerakademie in Köln erworben.

Mit der Wahl von Mülders setzt der DHB seine Tradition fort, Bundestrainer aus den eigenen Reihen nach oben zu ziehen. Der Berliner will nun nach eigener Aussage "den Kader aufmachen" und auch Quereinsteigern den Sprung in die Mannschaft ermöglichen. Die Zusammenstellung der Mannschaft müsse "positiv, klar und transparent" ablaufen. Mülders wird schon bald ein neues Team aufbauen: "Es gilt, den Damenkader so weiter zu entwickeln, dass wir in Zukunft konstant auf dem Top-Level in der Welt mithalten können."