Urteil

Freispruch für Immel im Kokain-Prozess

Eike Immel war die Erleichterung deutlich anzumerken, als er gestern Vormittag vom Vorwurf des Drogenbesitzes freigesprochen wurde.

Das Amtsgericht Dortmund sah es nicht als erwiesen an, dass der Ex-Nationaltorwart im Jahr 2007 in 78 Fällen Kokain für den Eigenbedarf gekauft haben soll. Der Freispruch war zwar erwartet worden, doch die Belastung, die der Prozess mit sich gebracht hatte, war für den 51-Jährigen, der seit dem Ende seiner Karriere einen kontinuierlichen sozialen Abstieg erlitten hatte, sehr groß. Das hatte seine Pflichtverteidigerin Ina Klimpke vor dem zweiten Verhandlungstag erklärt. Immel sei in einem "physisch und psychisch" sehr schlechten Zustand.

Umso größer war die Erleichterung, dass das Gericht der Darstellung der Verteidigung und auch den Einlassungen Immels, der immer wieder betont hatte, "niemals Drogen" genommen zu haben, gefolgt war. Der Freispruch lag auf der Hand, nachdem die einzige Belastungszeugin, auf die sich die Staatsanwaltschaft gestützt hatte, inzwischen in einer eidesstattlichen Versicherung ihre Vorwürfe widerrufen hatte.