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Julich bricht sein Schweigen und verliert den Job

Geständnis Die Welle der Doping-Geständnisse im Zuge der Armstrong-Affäre hält im Radsport an. Der frühere Telekom-Profi Bobby Julich meldete jetzt den Missbrauch des Blutdopingmittels Epo zwischen 1996 und 1998 bei seinem Team Sky, bei dem der Amerikaner seit zwei Jahren als Trainer unter Vertrag stand. Das Team um Tour-Sieger Bradley Wiggins, das in der Vorwoche neue interne Anti-Doping-Regeln bekannt gegeben hatte, trennte sich mit sofortiger Wirkung vom 40-Jährigen.

Lerneffekt "Ich habe die Entscheidung zu einem umfassenden Geständnis im vollen Wissen getroffen, dass ich damit meinen Traumjob bei Sky verlieren werde und mir zudem weitere Konsequenzen drohen. Aber ich hoffe sehr, wir können aus der Vergangenheit lernen", sagte Julich bei cyclingnews.com. "Bobby hat bei uns einen tollen Job gemacht, und wir wünschen ihm alles Gute. Aber wir haben klare Regeln aufgestellt, um ein sauberes Team zu sein", sagte Sky-Teamchef Dave Brailsford in aller Deutlichkeit.

Aufstieg Der ehemalige Radprofi Rolf Aldag wird im kommenden Jahr Manager für Sport und Entwicklung beim Team Omega Pharma-QuickStep. Beim Rennstall steht unter anderem Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin unter Vertrag. Bisher war Aldag lediglich als Berater für das Team und für Tony Martin tätig gewesen. Jetzt steigt er auf.