Aufstellung

Fabian Schönheim beschert Union ein Luxusproblem

Innenverteidiger ist nach Sperre wieder einsatzbereit

- Uwe Neuhaus hatte es schon vor einer Woche gewusst. Sinngemäß hatte der Trainer des 1. FC Union da von einem Problem gesprochen, das auf Fabian Schönheim zukommen könnte, sollte der Berliner Fußball-Zweitligist endlich einmal zu Null spielen. Nun, die Mannschaft blieb ohne Gegentor gegen den FSV Frankfurt, das erste Mal in dieser Spielzeit, und dank Innenverteidiger Schönheim hat der Übungsleiter vor dem Heimspiel morgen gegen den SC Paderborn (13.30 Uhr, Alte Försterei) nun die berühmte Qual der Wahl.

Soll Neuhaus die erfolgreiche Formation auseinander reißen, die erst dadurch zustande gekommen ist, weil sich Schönheim mit seinem Platzverweis gegen Energie Cottbus (3:1) selbst aus der Verlosung genommen hatte? "Es ist schon eine Überlegung wert", sagte der Coach gestern. Denn vor der Zwangspause sei es keine Frage gewesen, dass Schönheim in der Startelf stehen würde. Der Trainer selbst hatte den 25-Jährigen bei der Verpflichtung zum "Wunschkandidaten in der Innenverteidigung" auserkoren. Und Schönheim, der auch schon auf der linken Seite ausgeholfen hatte, zahlte dies mit Leistung zurück. So einen Spieler wird man doch nicht draußen lassen, wenn er sich wieder einsatzbereit meldet - oder?

Überangebot in der Abwehr

Keine Frage, es ist ein Luxusproblem, mit dem sich Neuhaus bis zum Anstoß am Sonntagmittag auseinandersetzen muss. Christian Stuff hat sich, nach seinen traditionellen Anlaufschwierigkeiten zu Saisonbeginn, längst wieder in der Viererkette festgespielt. Er ist nicht nur wegen seiner 1,99 Metern Körpergröße praktisch der Turm in der Schlacht. Und Roberto Puncec, wie Schönheim erst im Sommer an die Alte Försterei gewechselt, zeigte gerade zuletzt beim 1:0 gegen die Frankfurter eine gute Leistung.

"Für Schönheim spricht, dass er als Linksfuß auf der linken Innenverteidigerseite schon einen Vorteil hat", erklärte Neuhaus. Zudem verfüge der Abwehrmann über "die technischen Möglichkeiten" für einen vernünftigen Spielaufbau. Puncec wiederum bringt die Zweikampfhärte mit, der Trainer spricht auch gerne von "Robustheit". Bei ihm kommt außerdem noch "das Gefühl, zu Null gespielt zu haben", hinzu, wie Neuhaus betonte.

Über eines braucht sich der Übungsleiter jedenfalls keine Sorgen zu machen: Egal welchen Akteur er denn nun im Zentrum verteidigen lässt: Es wird ein Duo auf dem Platz stehen, das an seine Leistungsgrenze gehen wird, sollte dies gegen Paderborn nötig sein. Denn alle drei Innenverteidiger haben ein gesteigertes Interesse daran, Pluspunkte zu sammeln. Der Vertrag von Stuff (seit 2006 bei Union) läuft am Saisonende aus. Und auch die Leihverträge von Schönheim (kam vom Bundesligisten (Mainz 05) und des Kroaten Puncec (Maccabi Tel Aviv) sind nur bis nächsten Sommer befristet.