Fußball

Hertha freut sich auf das Topspiel bei Eintracht Braunschweig

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Die 22.100 Plätze im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße sind seit Wochen ausverkauft.

- Braunschweig fiebert dem Besuch von Bundesliga-Absteiger Hertha BSC am Sonnabend entgegen (13 Uhr). Auch in Berlin wirft das Topspiel des Tabellen-Zweiten beim Überraschungsspitzenreiter seine Schatten voraus. "Wir haben uns in der internen Besprechung vor dem Training bereits mit Braunschweig beschäftigt", verriet Hertha-Trainer Jos Luhukay nach der ersten Übungseinheit der Woche auf dem herbstlich-dunstigen Schenkendorff-Platz. Auch, wenn vor der Saison kaum jemand die Niedersachsen so weit oben erwartet hätte, "habe ich absolut Respekt vor ihnen, vor allem vor der Punktzahl, die sie erreicht haben", sagte Luhukay. Braunschweig hat nach zehn Spielen beeindruckende 26 Zähler geholt (acht Siege, zwei Unentschieden). "So viele Punkte sind weder Glück noch Zufall", sagte der Hertha-Trainer. Luhukay, bekennender Anhänger einer funktionierenden Defensive, ist besonders von der Abwehrleistung der Eintracht angetan: "Nur drei Gegentore in zehn Spielen, da machen die vieles richtig. Ich freue mich auf das Spiel."

Auf dem Trainingsplatz war zu erkennen, wie Hertha sich beim Tabellenführer behaupten will. In mehreren intensiven Übungen wurde Pressing geübt sowie schnelle Stafetten mit maximal zwei Ballkontakten. Außerdem ermahnte Luhukay seine Profis immer wieder, die Räume eng zu halten. Damit das gelingt, muss jeder Spieler extrem aufmerksam sein.

Um eine Woche verschoben wurde der Trainingseinstieg von Felix Bastians (24). Der Verteidiger soll nach einem Anriss des Außenbandes weiter individuell trainieren, Bastians wird somit am Wochenende definitiv nicht dabei sein. Zudem fehlte Änis Ben-Hatira beim Training. Der tunesische Nationalspieler wird wegen einer Sprunggelenksverletzung behandelt, sein Einsatz am Sonnabend soll jedoch möglich sein.

Da hat es die Gastgeber schlimmer getroffen. Die Eintracht meldet den Ausfall von Kevin Kratz (Teilanriss des Syndesmosebandes). Der 25-Jährige gilt als Dreh- und Angelpunkt im defensiven Mittelfeld sowie als gefährlicher Freistoß- und Ecken-Schütze. Kratz hat bereits fünf Tore vorbereitet. "Das ist natürlich bitter für Kevin und die Mannschaft", sagte ein alter Bekannter in Berlin, Marc Arnold. Der Ex-Herthaner (1995-98) ist mittlerweile seit vier Jahren sportlicher Leiter von Eintracht Braunschweig.