WM-Qualifikation

Ibrahimovic verhindert Blamage der Schweden

Nächster deutscher Gegner siegt knapp auf den Färöer

- Mit breiter Brust kommt die schwedische Nationalmannschaft sicher nicht zum nächsten Spiel nach Berlin, wo sie am Dienstag im Olympiastadion auf Deutschland trifft (20.45 Uhr, ARD). Die "Tre Kronors" liefen beim Fußball-Zwerg Färöer einem Rückstand hinterher, erst am Ende durften sich die Skandinavier durch den 2:1 (0:0)-Sieg im kleinen Stadion Torsvollur zumindest über den zweiten Sieg in der WM-Qualifikation freuen.

Lange sah es auf den Färöern so aus, als würden die Kicker der 50.000-Einwohner-Nation den haushohen Favoriten zumindest schwer ins Taumeln zu bringen. Der 22-jährige Rogvi Baldvinsson hatte die Hoffnungen der Gastgeber durch seinen Führungstreffer in der 57. Minute sogar genährt, für die große Sensation sorgen zu können. Nur sechs Minuten nach dem Rückstand beraubte Schwedens Alexander Kacaniklic den Außenseiter der Siegillusion. 180 Sekunden nach seiner Einwechslung sorgte der 21-Jährige vom FC Fulham in seinem zweiten Länderspiel für den Ausgleich. Zehn Minuten später drehte Routinier Zlatan Ibrahimovic mit seinem Tor zum 2:1 endgültig das Blatt.

Weniger erfolgreich verlief der Auftritt Österreichs: Trotz geballter Bundesliga-Power kam die Mannschaft von Marcel Koller in Kasachstan nicht über ein 0:0 hinaus und wartet immer noch auf den ersten Sieg. "Es ist kein Rückschritt. Es war ein ganz anderes Spiel als gegen Deutschland", resümierte Koller, nachdem die Österreicher ihr Auftaktmatch zu Hause gegen die DFB-Elf mit 1:2 verloren hatten. In Astana hatte der Coach vor 10.000 Zuschauer seine neun Bundesliga-Legionäre in die Startformation beordert. Es half auch nicht viel. "Die Kasachen sind mit neun Mann hinten gestanden. Da war es schwierig, die Räume zu finden", meinte Koller.

Ronaldo verliert in Russland

Weltmeister Spanien gab sich beim 4:0 in Minsk gegen die Weißrussen keine Blöße. Mit einem Dreierpack avancierte Pedro vom FC Barcelona zum Matchwinner. Real Madrids Cristiano Ronaldo verließ den Kunstrasen in verregneten Moskau hingegen nicht als gefeierter Held: Der Fußball-Superstar konnte die 0:1-Niederlage mit seiner portugiesischen Nationalmannschaft gegen Russland nicht verhindern. Den einzigen Treffer der Partie vor fast 70.000 Zuschauern im Luschniki-Stadion erzielte Alexander Kerschakow bereits in der sechsten Minute.

Mehr Mühe als erwartete hatte Italien im Duell mit Armenien. Der EM-Zweite ging in Eriwan standesgemäß in Führung, Andrea Pirlo verwandelte in der 11. Minute einen Elfmeter. Allerdings gelang den Gastgebern noch vor der Pause durch Henrich Mchitarjan der Ausgleich (28.). Am Ende setzte sich aber die Routine und die Klasse der Italiener durch. Daniele de Rossi brachte seine Mannschaft durch ein Kopfballtor wieder in Führung (64.). Pablo Osvaldo erzielte in der Schlussphase den 3:1-Endstand (84.). "Das ist eine schwere Gruppe, das haben wir heute gesehen", meinte Italiens Trainer Cesare Prandelli.