Bundesliga

Nürnberg nach vierter Pleite im freien Fall

Als die Beschimpfungen aus dem Fanblock immer lauter wurden, brachen die Profis des 1. FC Nürnberg ihren Weg zu den Anhängern vorzeitig ab.

- Bei ihrem angesäuerten Trainer waren die Spieler im Anschluss an die vierte Niederlage in Folge aber nicht besser dran. "Ich bin nicht dazu da, alles schönzureden. Ich werde mit dem einen oder anderen Tacheles reden", sagte Dieter Hecking nach dem 0:3 (0:1) beim SC Freiburg. Dass der Club-Bus mit Ersatz-Kennzeichen nach Hause fahren musste, weil die Nummernschilder geklaut wurden, passte perfekt ins Bild.

"Man muss den Finger auch mal in die Wunde legen. Es passt mir nicht, was da derzeit passiert", haderte Hecking weiter. Momentan scheint es in erster Linie innerhalb des Teams nicht zu passen. Davon zeugten die gegenseitigen Schuldzuweisungen. Vor allem Innenverteidiger Timm Klose attackierte die Kollegen: "So macht es keinen Spaß. Wir setzen gar nichts von dem um, was wir uns vornehmen."

Nach nur einem Punkt in den zurückliegenden drei Partien war die Erleichterung groß bei den Freiburgern, für die Cedric Makiadi (36.), Daniel Caligiuri (90.+2, Foulelfmeter) und Marco Terrazzino (90.+3) trafen. "Wenn die Mannschaft auf dem Level spielt, auf dem sie in den zurückliegenden Spielen gespielt hat, dann sollte sie sich irgendwann belohnen", sagte Trainer Christian Streich.