Frauenfußball

Kreuzbandriss und Schädel-Hirn-Trauma

Nach dem Eklat im Spitzenspiel der Frauenfußball-Bundesliga zwischen Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt (1:2) werden die Frankfurterin Fatmire Bajramaj (Kreuzbandriss) sowie die Potsdamerinnen Alexandra Singer (Schädel-Hirn-Trauma) und Stefanie Mirlach (schwere Gehirnerschütterung, Platzwunde am Kopf) ihren Klubs lange fehlen. "Der Frauenfußball hat es versäumt, ein Zeichen für Fair Play zu setzen. Keiner hätte es der Schiedsrichterin übel genommen, wenn sie die Partie in der 88. Minute beendet hätte", schimpfte Turbine-Trainer Bernd Schröder: "Man weiß doch um die Psyche von Frauen. Wenn sie Blut sehen, dann geht nichts mehr." Schröders Wunsch nach einem Nichtangriffspakt nach dem Zusammenprall der beiden Potsdamerinnen stieß bei den Hessen auf völliges Unverständnis. "Dann hätte sich Herr Schröder mal an uns wenden sollen. Er kann doch nicht verlangen, dass dies von uns ausgeht", sagte Frankfurt-Manager Siegfried Dietrich: "Man darf das Sportliche nicht ganz außer Acht lassen, auch wenn das Schicksal eine gewisse Brisanz hat."

( BM )