VFL Wolfsburg

Magath rutscht immer tiefer in die Krise

0:2 gegen Mainz: Wolfsburg schon fünf Spiele ohne Sieg

Die Talfahrt des VfL Wolfsburg geht ungebremst weiter. Selbst Sondertraining und eine interne Mannschaftsaussprache haben den schlechtesten Saisonstart unter Meistermacher Felix Magath nicht verhindert. Nach einem enttäuschenden 0:2 (0:2) gegen den FSV Mainz 05 rutschte der Deutsche Meister von 2009 mit nur fünf Punkten auf den Relegationsplatz ab und wartet weiter auf den ersten Heimsieg. Seit dem Erfolg zum Saisonauftakt in Stuttgart ist Magaths Elf nun schon in fünf Partien sieglos. "Das ist ein bisschen dünn", gab der Trainer zu. Seinen Job allerdings sieht er nicht gefährdet: "Über Fragen zu meinem Job kann ich nur mit den Schultern zucken. Damit beschäftige ich mich nicht."

Die mit dem Ziel Europapokal in die Saison gestartete Millionentruppe blieb einmal mehr hinter ihren Ambitionen zurück. Nach dem ernüchternden 0:3 am Dienstag beim Rekordmeister Bayern München hatte Magath überraschend das Trainingspensum nochmals erhöht. Zudem hatten sich die Spieler ohne den Coach zur Aussprache getroffen. Zuletzt war der Werklsklub 2001 mit drei Punkten nach sechs Spielen schlechter gestartet.

Seine Mannnschaft habe "mit ein bisschen Glück und viel Leidenschaft am Ende einer englischen Woche" gewonnen, sagte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel: "In der zweiten Halbzeit hat es sich angefühlt wie die letzten fünf Minuten in einem Pokalspiel. Es fühlt sich genial an, wenn du es schaffst." Mit dem zweiten Saisonsieg gelang seinem Team der Sprung aus dem Tabellenkeller. Die Tore erzielten Junior Diaz (27.) per Kopf und Adam Szalai (37.).

Eintracht bleibt auf Rang zwei

Aufsteiger Eintracht Frankfurt bleibt dank eines Doppelpacks von Alexander Meier Spitzenreiter Bayern München auf den Fersen. Beim 2:1 (0:0) über den SC Freiburg sorgte Meier in der 67. und 73. Minute für den Sieg, nachdem Max Kruse (50.) die Gäste in Führung gebracht hatte. Die Eintracht wendete zum dritten Mal in dieser Saison zu Hause nach einem Rückstand eine Niederlage ab. "Wir haben es Frankfurt schwer gemacht", meinte SC-Trainer Christian Streich. Die Breisgauer haben nach der zweiten Niederlage in Serie weiter fünf Punkte und verloren in der Nachspielzeit noch Karim Guédé, der wegen groben Foulspiels an Carlos Zambrano die Rote Karte sah. Eitel Sonnenschein herrscht dagegen am Main. "Jetzt haben wir eine super Ausgangsposition", sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Auch Sportdirektor Hübner war voll des Lobes: "Eindrucksvoll ist, wie die Mannschaft an sich glaubt und immer wieder zurückkommt."

Das lag in erster Linie an Meier. Zweimal schlug der Mittelfeldmann eiskalt zu - erst mit einem sehenswerten Seitfallzieher, dann per Kopf. "Es hat in dieser Saison bisher ganz gut geklappt", sagte der Matchwinner zur erneuten Willensleistung der Hessen. "Das waren zwei Weltklasse-Einzelleistungen", würdigte Teamkollege Sebastian Rode den Torschützen.