Olympia

Medaillenvorgaben bleiben öffentlich

Die Medaillenvorgaben für die deutschen Sportverbände bei Olympischen Spielen haben künftig öffentlich zu sein.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Beschwerde von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gegen die Veröffentlichung verworfen. "Es besteht ein presserechtlicher Auskunftsanspruch. Daher ist die Beschwerde unzulässig", sagte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts. Die Vorgaben für künftige Olympische Spiele müssen demnach veröffentlicht werden, falls sich Journalisten danach erkundigen. Vor den Sommerspielen in London hatten Journalisten vor dem Verwaltungsgericht Berlin das Bundesministerium des Innern verklagt, um Auskunft darüber zu erhalten. Am 31. Juli bekamen sie recht. Das Innenministerium weigerte sich dennoch, die Vorgaben zu nennen und legte Beschwerde ein. Erst nachdem das Gericht ein Zwangsgeld von 10.000 Euro festsetzte, veröffentlichte das Ministerium am 10. August - 16 Minuten vor Ablauf der Frist - am drittletzten Tag der Londoner Spiele die Vorgaben.