Eishockey

Eisbären drängen gegen DEG auf ersten Sieg

Die Null wurmt natürlich, aber Don Jackson kommt vom Eis, lacht und erzählt fröhlich, wie toll das Training gelaufen ist.

- "Alle waren sehr intensiv bei der Sache, das macht ein gutes Gefühl", sagt der Trainer des EHC Eisbären, dem Titelverteidiger in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Nach dem ersten Wochenende und zwei Spielen ist der Meister aber auch Tabellenletzter.

Zwei verlorene Partien bedeuten in einer langen Saison recht wenig, bezüglich der vom Erfolg verwöhnten Berliner ist die Aufmerksamkeit bei negativen Erlebnissen jedoch größer als anderswo. Verspüren die Profis deshalb schon Druck? "Höchstens in der Hinsicht, dass wir das nun aufholen müssen", sagt Verteidiger Frank Hördler, der am Freitag gegen die Düsseldorfer EG (19.30 Uhr, O2 World) noch einmal den gesperrten Kapitän André Rankel vertritt.

Unter der Woche nahm sich Jackson die Problempunkte des Starts vor. "Wir haben über das Unterzahlspiel geredet", sagt Jackson. Das war einer der Gründe für die Niederlagen. Für die Flaute im Sturm sollen nun einige Verschiebungen die Lösung sein. Jamie Arniel rückt zu Florian Busch und Barry Tallackson in die Reihe. Da Mads Christensen wegen einer Gehirnerschütterung ausfällt, muss auch sonst rotiert werden, so dass drei von vier Reihen in anderer Besetzung spielen werden.

Abgesehen von den physischen Veränderungen werden auch welche im Stil notwendig. "Wenn wir ein bisschen gradliniger spielen, sieht es schon anders aus", sagt Hördler, der den enormen Verlust an Spitzenspielern bei der DEG, bedingt durch eine große Etatsenkung nach dem Ausstieg der Metro-Gruppe als Sponsor, nicht als Problem sieht. Mannschaften wie Augsburg und Straubing hätten zuletzt gezeigt, dass auch mit wenig Geld viel möglich sei. Zunächst einmal bietet die Partie gegen die DEG viel Überraschendes, denn im Kader stehen nun etliche unbekannte Spieler. Die schafften aber immerhin schon einen Sieg.