Karriereende

Rad-WM: Arndt gewinnt Gold im Zeitfahren

Als Judith Arndt in ihrem letzten Zeitfahren das WM-Gold gewonnen hatte, fiel sie der Frau in die Arme, für den sie den Profi-Radsport aufgibt.

- Lange umarmte die 36-Jährige ihre australische Lebensgefährtin Anna Millward, nachdem sie bei der Straßenrad-WM in den Niederlanden zu ihrem zweiten Zeitfahr-Titel in Folge gerast war. "Sie hat mich in den letzten vier Jahren sehr unterstützt. Es war auch für sie sehr hart. Ich bin ihr dankbar, dass sie mich bis hierher begleitet hat", sagte Arndt, die künftig in Melbourne Soziologie und Kulturwissenschaft studieren will.

Mit dem Straßenrennen am Sonnabend beendet die nicht immer pflegeleichte Sportlerin nun ihre Karriere. Neben ihren Erfolgen bleibt auch ihr umstrittener Auftritt bei den Olympischen Spielen 2004 haften. Als sie in Athen im Straßenrennen als Zweite ins Ziel gerollt war, hatte sie den deutschen Funktionären aus Verärgerung den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt. Diese hatten ihre frühere Lebenspartnerin Petra Roßner nicht nominiert und damit nach Arndts Ansicht eine Medaille verschenkt.

Am Mittwoch geht Titelverteidiger Toni Martin (Cottbus) als Siegkandidat ins 46,3 km lange Zeitfahren der Männer.