Kapitän

Ein echter Berliner führt jetzt die Eisbären an

André Rankel ist der neue Kapitän des Meisters

- Der wichtigste Mann ist er jetzt beim EHC Eisbären, aber dabei sein darf André Rankel dennoch nicht. Zwei Tage vor dem Beginn der neuen Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beförderte der Titelverteidiger den Stürmer zum neuen Kapitän der Mannschaft. Zum Auftakt am Freitag gegen die Straubing Tigers (19.30 Uhr, O2 World), am Sonntag beim Finalgegner Adler Mannheim und nächsten Freitag gegen die Düsseldorfer EG muss Rankel aber noch eine Strafe aus der vergangenen Spielzeit absitzen. Der Angreifer war nach einem Check im Halbfinale gegen Straubing für zehn Partien gesperrt worden.

In den ersten drei Spielen werden sich also die neuen Assistenten Frank Hördler und Jim Sharrow die Kapitänsrolle teilen. Dann übernimmt gegen den ERC Ingolstadt Rankel, der seine Karriere einst im Nachwuchs als Preusse in Charlottenburg begann und seit 2003 für den EHC aufläuft. Rankel ist das Musterbeispiel einer gelungenen Talentförderung: Geboren in Berlin, zielgerichtet für eine Führungsposition aufgebaut und nun mit 27 Jahren Chef im Team der DEL-Rekordchampions. "André ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich in eine Führungsrolle hineingewachsen und genießt höchstes Ansehen innerhalb des Teams", sagt Trainer Don Jackson. Der Nationalspieler folgt Stefan Ustorf (38) im Amt nach, der wegen eines Schädel-Hirn-Traumas seine Karriere nicht fortsetzen kann.

Damit bleibt Ustorf auch die größte Kulisse, die es je im deutschen Klub-Eishockey gab, als Spieler vorenthalten. Am 5. Januar 2013 empfangen die Nürnberg Ice Tigers die Eisbären zum ersten Freiluftspiel der DEL in einem Fußballstadion. Für die Partie sind zwei Wochen nach dem Vorverkaufsstart bereits 20.000 Tickets abgesetzt worden. Der bisherige Zuschauerrekord lag bei 18.700 Fans, die 2002 das Spiel der Kölner Haie gegen Adler Mannheim gesehen haben. Insgesamt werden 50.000 Besucher in Nürnberg erwartet. "Wir freuen uns sehr über das enorme Interesse aus ganz Deutschland", sagt Nürnbergs Manager Lorenz Funk jr.