Spanien

Steine fliegen auf Messi, Robben mal wieder verletzt

Die WM-Qualifikation für 2014 konfrontiert die großen Stars mit ungewöhnlichen Ereignissen, nur eins bleibt immer gleich: Spanien siegt

Welt- und Europameister Spanien ist mit einem mühsam erkämpften Auswärtssieg in die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien gestartet. Dank des späten Treffers von Roberto Soldado (FC Valencia) in der 86. Minute gewann die Mannschaft von Trainer Vicente del Bosque gegen Georgien mit 1:0 (0:0). "Es war sehr schwierig, weil sie so massiv in der Deckung standen, da konnten wir kaum Lücken finden", sagte Matchwinner Soldado, der per Flachschuss traf.

Die Spanier setzten damit in Tiflis ihre imposante Serie fort: Seit fünf Jahren hat man nunmehr 23 Mal hintereinander alle Spiele in der WM- und EM-Qualifikation gewonnen. Der letzte Punktverlust datiert vom 8. September 2007, als auf Island nur ein 1:1 heraussprang.

Robben zwickt die Leiste

Bayern Münchens Starstürmer Arjen Robben hat sich vor dem WM-Qualifikationsspiel der Niederländer in Budapest gegen Gastgeber Ungarn (4:1) verletzt. Beim Aufwärmen zog sich Robben, den der neue Bondscoach Louis van Gaal für die Startelf vorgesehen hatte, eine Leistenverletzung zu und musste daraufhin auf der Bank Platz nehmen. Dafür trafen Robbens Bayern-Kollegen: Franck Ribery steuerte zum 3:1 (0:0)-Erfolg von Frankreich gegen Weißrussland ein Tor bei und Xherdan Shaqiri traf beim 2:0 (1:0)-Sieg der Schweiz gegen Albanien in der 23. Minute gegen das Heimatland seiner Eltern.

Traumstart für Capello

Russlands neuer Nationaltrainer Fabio Capello hat auch sein zweites Spiel gewonnen, in Ramat Gan bezwang die "Sbornaja" Gastgeber Israel mit 4:0 (2:0). Am Freitag hatte Russland sein Auftaktduell in der Gruppe F mit 2:0 gegen Nordirland gewonnen. Der Italiener Capello, der nach dem Vorrunden-Aus Russlands bei der EM in Polen und der Ukraine den Posten des Niederländers Dick Advocaat übernommen hatte, verzichtete erneut auf Kapitän Andrej Arschawin (FC Arsenal), den früheren Stuttgarter Bundesligaprofi Pawel Pogrebnjak (FC Reading) und Roman Pawljutschenko (Lokomotive Moskau). Israel trat mit Nürnbergs Almog Cohen in der Startelf und dem eingewechselten Ben Sahar von Hertha BSC an.

Lampard rettet Punkt im Wembley

Frank Lampard hat Englands Auswahl im ersten Heimspiel vor einer Niederlage bewahrt. Der Star vom FC Chelsea verwandelte in der 87. Minute einen Foulelfmeter zum glücklichen 1:1 (0:1) der Three Lions gegen die Ukraine. Vier Tage nach dem 5:0-Kantersieg in Moldau musste die Mannschaft von Trainer Roy Hodgson im Wembleystadion damit die ersten Punkte abgeben. Die Führung für das Team von Trainer Oleg Blochin hatte Jewgen Konopljanka (38. Minute) erzielt. Der Engländer Steven Gerrard sah kurz vor dem Schlusspfiff die Gelb-Rote Karte.

Polizei vertreibt Störenfriede

Der Bus des argentinischen Fußball-Nationalteams um Superstar Lionel Messi ist vor dem WM-Qualifikationsspiel in Peru mit Steinen beworfen worden. Die Mannschaft wollte am Montagabend (Ortszeit) das Nationalstadion von Lima besichtigen, als sie von einer Gruppe Randalierer angegriffen wurde, wie die Zeitung "El Comercio" berichtet. Einige Scheiben des Busses seien zerbrochen, verletzt worden sei aber niemand, hieß es. Nach der Ankunft des Teams im Hotel habe eine Trommlergruppe versucht, den Schlaf der argentinischen Spieler zu stören. Die Polizei vertrieb die Störenfriede.

Über Facebook hatten die peruanischen Fans vor der Partie am Dienstagabend (Ortszeit) zu Schmährufen gegen Messi aufgerufen. Bei jeder Ballberührung des Weltfußballers sollte im Stadion der Ruf "Ronaldo, Ronaldo" erschallen, in Anspielung auf Messis portugiesischen Rivalen von Real Madrid, schrieb die Sportzeitung "Depor". Demnächst stehen für Gauchos noch zwei Spiele gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien an. Die Partien am 19. September in Brasilien und am 3. Oktober beim südlichen Nachbarn finden dann aber ohne die Profis europäischer Vereine statt.

Ein Deutscher siegt mit Libanon

Ohne den wegen einer Rückenverletzung kurzfristig ausgefallenen Ex-Dortmunder Shinji Kagawa gewann der Asien-Meister Japan in Saitama mit 1:0 gegen Irak und baute seine Führung mit zehn Punkten weiter aus. Ryoichi Maeda gelang vor 60.000 Zuschauern in der 25. Minute per Kopfball der entscheidende Treffer. Wegen einer beim Warmmachen erlittenen Rückenblessur musste Japans Coach Alberto Zaccheroni auf Manchester-United-Profi Kagawa verzichten. "Ich habe einen stechenden Schmerz gespürt. Es ist aber wohl nichts Ernstes und sollte mich nicht lange vom Spielen abhalten", berichtete der Mittelfeldspieler.

Acht Punkt hinter Japan zurück liegen die vom Deutschen Holger Osieck trainierten Australier. Das Team des früheren Assistenten von Franz Beckenbauer beim WM-Triumph 1990 verlor völlig überraschend mit 1:2 (0:0) in Jordanien.

Für eine Überraschung sorgte in der asiatischen WM-Qualifikation das vom Deutschen Theo Bücker trainierte Team aus Libanon mit dem 1:0-Sieg gegen Iran.