Zweite Liga

DFB ermittelt wegen Schmähplakat gegen Union

Fußball-Zweitligist 1. FC Union droht nach der 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC ein juristisches Nachspiel.

- Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) forderte den Verein zu einer schriftlichen Stellungnahme auf. Grund ist ein im Zuschauerbereich von Union-Fans hochgehaltenes Schmähplakat gegen den DFB. "Wir werden alles daran setzen, die verantwortlichen Personen zu identifizieren. Wer auf diese Weise dem Verein schadet, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen", erklärte Union-Präsident Dirk Zingler.

Union hatte bereits am Freitag auf seiner offiziellen Webseite das Transparent "mit beleidigendem Inhalt gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund" verurteilt und sich beim DFB entschuldigt. "Wir haben uns sehr stark für einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Verbänden, Vereinen und Fans eingesetzt. Voraussetzung für jeden Dialog ist gegenseitiger Respekt. Die Beleidigung von Dialogpartnern entzieht jeder Kommunikation die Grundlage und ist nicht hinnehmbar", wurde Zingler zitiert. Das Transparent war auch am 26. März 2012 beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (0:4) auf der Waldseite im Stadion An der Alten Försterei hochgehalten worden. Damals hatten sich Union-Anhänger mit Gäste-Fans solidarisiert, die nach Ausschreitungen laut DFB-Urteil eigentlich vom Spiel ausgeschlossen waren.

Damit nicht genug der Negativmeldungen: Patrick Zoundi hat sich im Afrika-Cup-Qualifikationsspiel von Burkina Faso gegen die Zentralafrikanische Republik (0:1) am Sonnabend einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und fällt für das Zweitligaspiel am Freitag in Ingolstadt aus. Damit erhöht sich das Lager der Angeschlagenen auf sieben Spieler (außerdem Mattuschka, Parensen, Gallegos, Kopplin, Quiring, Silvio).