Eishockey

Eisbären kämpfen gegen Aus in der European Trophy

Am frühen Abend des Sonnabends könnte schon einiges geklärt sein.

- Zum Beispiel, ob sich die Eisbären noch ernsthaft mit der European Trophy beschäftigen müssen, oder ob der Meister sich allein auf die nächste Woche startende Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) konzentrieren kann. Letzteres wäre den Berlinern allerdings sehr unliebsam. "Wir sind vergangene Saison schon äußerst knapp gescheitert, das soll sich nicht wiederholen", sagt EHC-Manager Peter John Lee.

Dass nun wieder alles eng ist, liegt am vergangenen Wochenende. Mit zwei Niederlagen gegen den heimischen Rivalen Hamburg Freezers verlor der EHC auch seine komfortable Ausgangssituation nach vier Siegen in den ersten vier Spielen. Die punktgleichen Hanseaten stehen nun dank der besseren Torausbeute vor den Berlinern, die zum vorletzten Gruppenspiel gegen Kärpät Oulu aus Finnland antreten (16.30 Uhr, O2 World). Fast zeitgleich trifft Hamburg auf den ungeschlagenen Tabellenführer Lulea Hockey aus Schweden, allerdings schon im letzten Gruppenspiel für die Freezers. "Mit einem Sieg haben wir gute Voraussetzungen, uns für die Finalspiele Mitte Dezember zu qualifizieren. Es ist also ein sehr wichtiges Spiel", sagte Torhüter Rob Zepp, der gestern 31 Jahre alt wurde.

Die Eisbären müssen jedoch einige personelle Probleme auffangen. Neben den Langzeitverletzten Constantin Braun, Darin Olver und Sven Felski werden auch die Angreifer Florian Busch (Sehnenreizung) und Matt Foy (Leistenprobleme) ausfallen. Dafür kehren die zuletzt pausierenden Daniel Weiß, Laurin Braun und Vincent Schlenker in die Mannschaft zurück.

Voraussetzung für das Erreichen der Viertelfinals, die in Wien und Bratislava ausgetragen werden, ist Platz zwei in den vier Achtergruppen. "Das ist ein wichtiges Turnier, langfristig bringt es uns viel, dort lange mitzuspielen", sagt Manager Lee, dessen Mannschaft zum Abschluss der Gruppenphase in Lulea gastiert (23. Oktober), dem bislang besten Team im gesamten, 32 Klubs umfassenden Wettbewerb. Oulu, gegen das sich die Berliner vor vier Jahren in der Champions League zweimal durchsetzten, gelangen bislang erst zwei Siege in der Trophy. Die Chancen für den EHC stehen also nicht schlecht.